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Energie & Management > Stromnetz - Amprion bindet Offshore-Strom über Leerrohre an
Kabelschutzrohre am Strand von Norderney für die Offshore-Netzanbindung Dolwin 4. Quelle: Amprion
Stromnetz

Amprion bindet Offshore-Strom über Leerrohre an

Ein geplantes Offshore-Netzanbindungssystem (ONAS) wird größtenteils in den bereits geplanten Leerrohren von Korridor B realisiert, wie Amprion mitteilt.
Das Offshore-Netzanbindungssystem (ONAS) von Windader West wird größtenteils in den bereits geplanten Leerrohren von Korridor B realisiert. Dies teilt der zuständige Übertragungsnetzbetreiber Amprion mit. Das ONAS nutzt demnach Vorarbeiten und Trassenplanung aus dem Projekt Korridor B des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG). 
 
Im Sommer 2022 hatte der Gesetzgeber Amprion beauftragt, die beiden Gleichstrom-Erdkabel-Vorhaben 48 und 49 aus dem Korridor B jeweils inklusive eines zusätzlichen Leerrohrsystems zu planen. Für einen wichtigen Teil dieser Leerrohre ist nun entschieden, dass sie das Netzanbindungssystem für einen Offshore-Windpark in der Nordsee aufnehmen.

Verlauf der Anbindung

Die Anbindung erfolgt unter der Insel Norderney hindurch an Land und fädelt im Bereich der Gemeinde Zetel (Landkreis Friesland) in das Leerrohrsystem von Vorhaben 49 ein. Im Raum Cloppenburg wechselt das ONAS in das Leerrohrsystem von Vorhaben 48 und gelangt so bis in die Nähe seines Netzverknüpfungspunktes, der Umspannanlage Kusenhorst bei Marl.
 
„Wie Korridor B hat auch das Kusenhorst-System seinen Netzverknüpfungspunkt im Ruhrgebiet“, erläutert Jörn Koch, Leiter Kabeltiefbau bei Amprion. „Wir nutzen Synergien für einen effizienten Netzausbau, wenn wir auf schon umgesetzte Vorarbeiten wie die Trassenplanung und die Baugrunduntersuchung von Korridor B zurückgreifen.“ Die übrigen Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungssysteme des Projekts Windader West steuern Netzverknüpfungspunkte am Niederrhein beziehungsweise im Rheinland an.
 
Der Trassenverlauf von Korridor B mit der Offshore-Anbindung.
(Für Vollbild auf die Grafik klicken)
Quelle: Amprion

Konverterbau geplant
 
Im Umfeld der Umspannanlage Kusenhorst werde Amprion einen geeigneten Standort für den Konverter des ONAS Kusenhorst identifizieren, der den grünen Strom von der Nordsee mit einer elektrischen Leistung von 2.000 MW für die Einspeisung ins bestehende Wechselstromnetz nutzbar macht.
 
Die Bundesnetzagentur hat Ende März auch für den letzten Genehmigungsabschnitt von Korridor B zwischen Cloppenburg und dem Kreis Steinfurt den Vorzugstrassenkorridor verbindlich festgelegt. Damit ist die seit September 2022 laufende Bundesfachplanung abgeschlossen.

Innerhalb dieses einen Kilometer breiten Planungskorridors erarbeitet Amprion derzeit einen Vorschlag für den konkreten Trassenverlauf und steht dabei im Austausch mit voraussichtlich Betroffenen. Das öffentliche Planfeststellungsverfahren für die Genehmigung des Trassenverlaufs leitet Amprion voraussichtlich ab Sommer 2027 bei der Behörde ein.
 
Gleichstromprojekt Korridor B
 
Korridor B umfasst die Leitungsbauvorhaben Heide/West – Polsum (Nr. 48) und Wilhelmshaven – Hamm (Nr. 49). Sie sind seit 2021 im Bundesbedarfsplangesetz verankert. Die Vorhaben werden in Höchstspannungs-Gleichstrom-Technologie als Erdkabel mit einer Spannung von 525 Kilovolt umgesetzt.

Die Übertragungskapazität beträgt insgesamt 4.000 MW elektrische Leistung. Korridor B kann damit den Bedarf von etwa vier Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen aus klimafreundlich gewonnenem Strom von den Küstenregionen decken. 
 
Die Entfernung zwischen den Netzverknüpfungspunkten Heide/West und Polsum beträgt rund 440 Kilometer. Die Netzverknüpfungspunkte Wilhelmshaven und Hamm sind rund 270 Kilometer voneinander entfernt. Korridor B verläuft durch Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zum Korridor B stehen im Internet bereit.

Mittwoch, 1.04.2026, 12:20 Uhr
Susanne Harmsen
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Kabelschutzrohre am Strand von Norderney für die Offshore-Netzanbindung Dolwin 4. Quelle: Amprion
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Amprion bindet Offshore-Strom über Leerrohre an
Ein geplantes Offshore-Netzanbindungssystem (ONAS) wird größtenteils in den bereits geplanten Leerrohren von Korridor B realisiert, wie Amprion mitteilt.
Das Offshore-Netzanbindungssystem (ONAS) von Windader West wird größtenteils in den bereits geplanten Leerrohren von Korridor B realisiert. Dies teilt der zuständige Übertragungsnetzbetreiber Amprion mit. Das ONAS nutzt demnach Vorarbeiten und Trassenplanung aus dem Projekt Korridor B des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG). 
 
Im Sommer 2022 hatte der Gesetzgeber Amprion beauftragt, die beiden Gleichstrom-Erdkabel-Vorhaben 48 und 49 aus dem Korridor B jeweils inklusive eines zusätzlichen Leerrohrsystems zu planen. Für einen wichtigen Teil dieser Leerrohre ist nun entschieden, dass sie das Netzanbindungssystem für einen Offshore-Windpark in der Nordsee aufnehmen.

Verlauf der Anbindung

Die Anbindung erfolgt unter der Insel Norderney hindurch an Land und fädelt im Bereich der Gemeinde Zetel (Landkreis Friesland) in das Leerrohrsystem von Vorhaben 49 ein. Im Raum Cloppenburg wechselt das ONAS in das Leerrohrsystem von Vorhaben 48 und gelangt so bis in die Nähe seines Netzverknüpfungspunktes, der Umspannanlage Kusenhorst bei Marl.
 
„Wie Korridor B hat auch das Kusenhorst-System seinen Netzverknüpfungspunkt im Ruhrgebiet“, erläutert Jörn Koch, Leiter Kabeltiefbau bei Amprion. „Wir nutzen Synergien für einen effizienten Netzausbau, wenn wir auf schon umgesetzte Vorarbeiten wie die Trassenplanung und die Baugrunduntersuchung von Korridor B zurückgreifen.“ Die übrigen Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungssysteme des Projekts Windader West steuern Netzverknüpfungspunkte am Niederrhein beziehungsweise im Rheinland an.
 
Der Trassenverlauf von Korridor B mit der Offshore-Anbindung.
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Quelle: Amprion

Konverterbau geplant
 
Im Umfeld der Umspannanlage Kusenhorst werde Amprion einen geeigneten Standort für den Konverter des ONAS Kusenhorst identifizieren, der den grünen Strom von der Nordsee mit einer elektrischen Leistung von 2.000 MW für die Einspeisung ins bestehende Wechselstromnetz nutzbar macht.
 
Die Bundesnetzagentur hat Ende März auch für den letzten Genehmigungsabschnitt von Korridor B zwischen Cloppenburg und dem Kreis Steinfurt den Vorzugstrassenkorridor verbindlich festgelegt. Damit ist die seit September 2022 laufende Bundesfachplanung abgeschlossen.

Innerhalb dieses einen Kilometer breiten Planungskorridors erarbeitet Amprion derzeit einen Vorschlag für den konkreten Trassenverlauf und steht dabei im Austausch mit voraussichtlich Betroffenen. Das öffentliche Planfeststellungsverfahren für die Genehmigung des Trassenverlaufs leitet Amprion voraussichtlich ab Sommer 2027 bei der Behörde ein.
 
Gleichstromprojekt Korridor B
 
Korridor B umfasst die Leitungsbauvorhaben Heide/West – Polsum (Nr. 48) und Wilhelmshaven – Hamm (Nr. 49). Sie sind seit 2021 im Bundesbedarfsplangesetz verankert. Die Vorhaben werden in Höchstspannungs-Gleichstrom-Technologie als Erdkabel mit einer Spannung von 525 Kilovolt umgesetzt.

Die Übertragungskapazität beträgt insgesamt 4.000 MW elektrische Leistung. Korridor B kann damit den Bedarf von etwa vier Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen aus klimafreundlich gewonnenem Strom von den Küstenregionen decken. 
 
Die Entfernung zwischen den Netzverknüpfungspunkten Heide/West und Polsum beträgt rund 440 Kilometer. Die Netzverknüpfungspunkte Wilhelmshaven und Hamm sind rund 270 Kilometer voneinander entfernt. Korridor B verläuft durch Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zum Korridor B stehen im Internet bereit.

Mittwoch, 1.04.2026, 12:20 Uhr
Susanne Harmsen

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