Frank Thiel, Sprecher der Geschäftsführung, und Elke Temme, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bochum Holding. Quelle: Stadtwerke Bochum Holding GmbH
Die Stadtwerke Bochum investierten 2025 rund 131 Millionen Euro in ihre Energieinfrastruktur. Bis 2030 will die Unternehmensgruppe rund 1 Milliarde Euro investieren.
Die Stadtwerke Bochum stellen sich auf hohe Investitionen in den Umbau der Energieversorgung ein. Nach Angaben der Unternehmensgruppe sollen bis 2030 rund 1
Milliarde Euro in Wärmeversorgung, Stromnetze und Digitalisierung fließen. Im Geschäftsjahr 2025 investierten die Stadtwerke rund 131
Millionen Euro.
Der Jahresabschluss der Stadtwerke Bochum Holding GmbH zeigt ein Ergebnis vor Gewinnabführung von 105,4 Millionen Euro für 2025. Im Vorjahr hatte der Wert noch bei 245,4 Millionen Euro gelegen. Laut Geschäftsbericht trugen dazu unter anderem höhere Gewinnabführungen der Stadtwerke Bochum GmbH sowie Erträge aus der bereits 2024 veräußerten Steag-Beteiligung bei. Gegenläufig wirkten Abschreibungen auf Finanzanlagen. Die Pressemitteilung nennt zudem Erträge aus dem Energiehandel als Einflussfaktor auf das Ergebnis.
Die Umsatzerlöse der Holding stiegen von 112,8
Millionen Euro auf 131,2
Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 933,2
Millionen Euro auf 966,0
Millionen Euro, das Eigenkapital von 524,5
Millionen Euro auf 553,0
Millionen Euro. Von dem Ergebnis sollen 75
Millionen Euro an die Stadt Bochum abgeführt werden. Hinzu kommen Konzessionsabgaben von 22
Millionen Euro.
Wärmeversorgung und Stromnetze im FokusEinen Schwerpunkt der Investitionen bildet auch in Bochum die Kommunale Wärmeplanung. Gemeinsam mit der Stadt Bochum und der Wohnungswirtschaft haben die Stadtwerke ein Konzept entwickelt, das Fernwärmegebiete und Gebiete mit dezentralen Heizlösungen unterscheidet. Nach Unternehmensangaben soll sich das Fernwärmenetz bis 2045 in seiner Länge verdoppeln. Außerhalb der Fernwärmegebiete sieht das Konzept vor allem Wärmepumpen als langfristige Lösung vor.
Daneben soll das Stromnetz für den steigenden Strombedarf ausgebaut werden. Bis 2030 plant die Unternehmensgruppe dafür Investitionen von rund 150
Millionen Euro. Vorgesehen sind unter anderem Netzverstärkungen, neue Umspannwerke und die Digitalisierung der Ortsnetzstationen. Parallel soll der Rollout intelligenter Messsysteme beschleunigt werden. Ende 2025 waren nach Unternehmensangaben rund 6.200
Smart Meter installiert. Bis Ende 2026 sollen weitere 20.000
Geräte folgen.
Die hohen Investitionen werden sich nach Einschätzung der Holding auf die künftige Ertragsentwicklung auswirken. Laut Geschäftsbericht rechnet die Holding für 2026 mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 69,1
Millionen Euro. Frank Thiel, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding, verweist auf die Folgen des Investitionsprogramms: „Diese Investitionen werden unsere Ergebnisse in den kommenden Jahren belasten – unter anderem durch höhere Zinsaufwendungen und Abschreibungen. Aber sie sind notwendig, um die Infrastruktur zu schaffen, von der Bochum langfristig profitieren wird.“
Bilanzkennzahlen der Stadtwerke Bochum Holding
(in Millionen Euro)| | 2025 | 2024 | Veränderung |
| Ergebnis vor Gewinnabführung | 105,4 | 245,4 | -57,0 % |
| Umsatzerlöse | 131,2 | 112,8 | +16,3 % |
| Bilanzsumme | 966,0 | 933,2 | +3,5 % |
| Eigenkapital | 553,0 | 524,5 | +5,4 % |
Quelle: Geschäftsbericht 2025 der Stadtwerke Bochum Holding GmbH
Donnerstag, 2.07.2026, 13:14 Uhr
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