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Energie & Management > Stromspeicher - „Schuby“ geht technisch in Betrieb
Bürgermeisterin Petra Schulze, Landrat Wolfgang Buschmann, Franziska Fischer (Tennet), Georg Gallmetzer (Eco Stor), Wirtschaftsministrer Claus Ruhe Madsen und Nils Brodersen (EPW). Quelle: Eco Stor
Stromspeicher

„Schuby“ geht technisch in Betrieb

In der Gemeinde Schuby läuft die technische Inbetriebnahme eines 103,5-MW-Speichers. Beim Betriebskonzept reden Übertragungsnetz- und Verteilnetzbetreiber ein Wörtchen mit.
„Schuby“ ist in die finale Phase vor dem regulären Betrieb gestartet. Der nach seinem Standort im Kreis Schleswig-Flensburg (Schleswig-Holstein) benannte Batteriegroßspeicher befindet sich in der technischen Inbetriebnahme, teilt Eco Stor mit. Der Speicherhersteller, der die Anlage zusammen mit dem Projektentwickler EWP realisiert hat, freute sich anlässlich des Starts über prominenten Besuch: Zum „Speichertag Schuby“ am 12. Oktober waren Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU), Vertreter des Übertragungsnetzbetreibers Tennet und der Gemeinde gekommen.

„Schleswig-Holstein produziert schon heute große Mengen erneuerbaren Stroms. Deshalb brauchen wir auch die Infrastruktur, die mit dieser Energie flexibel umgehen kann“, wird der Wirtschaftsminister in einer Unternehmensmitteilung zitiert. Tennet-Chef Tim Meyerjürgens kommentierte: „Das Projekt in Schuby zeigt beispielhaft, wie innovative Speicherlösungen die Energiewende unterstützen und einen Beitrag zu einem sicheren, zuverlässigen und effizienten Stromsystem leisten können.“

Abstimmung mit Tennet und SH Netz

Schuby hat nach Unternehmensangaben eine Leistung von 103,5 MW und eine Kapazität von 238.000 kWh. In den kommenden Wochen soll die Anlage schrittweise getestet werden. Dabei würden Komponenten und Steuerungssysteme unter verschiedenen Betriebszuständen geprüft und die notwendigen technischen Nachweise für das Zusammenspiel mit dem Stromnetz erbracht, erklärt Eco Stor.

Das Betriebskonzept für Schuby wurde, wie der Hersteller betont, in Abstimmung mit Tennet und SH Netz an die örtliche Netzsituation angepasst. Vorgesehen seien netzneutrale Betriebsgrenzen, die die Einspeisung begrenzen, wenn das lokale Netz stark ausgelastet ist. Zugleich soll der Speicher Strom aufnehmen können, wenn vor Ort viel erneuerbare Energie eingespeist wird.

Der Speicher sei technisch baugleich mit der Anlage in Bollingstedt, die seit 2025 in Betrieb ist, teilt Eco Stor mit. Die dort gewonnenen Erfahrungen fließen in das Projekt Schuby ein. Als Batteriespeicher dieser Größenordnung mit direktem Anschluss an das deutsche Übertragungsnetz stelle Schuby besondere Anforderungen an die Sicherheit und Resilienz des Anlagenbetriebs, heißt es. „Gemeinsam mit Tennet entwickeln und erproben wir dafür Lösungen, die nun erstmals unter diesen Bedingungen praktisch umgesetzt werden“, so Eco-Stor-Geschäftsführer Georg Gallmetzer.

Vermarktung per Tolling-Vertrag

Die Vermarktung der Speicherkapazität ist über einen langfristigen Vertrag gesichert. Im November 2025 hatte Eco Stor mit dem Schweizer Energieunternehmen Alpiq einen Tolling-Vertrag über fünf Jahre geschlossen (wir berichteten). Die Erlösstruktur bildete laut Mitteilung eine Grundlage für die anschließende Finanzierung durch die NORD/LB. Die Projektpartner stellen Schuby als Beispiel für Batteriespeicherprojekte dar, die sich über langfristige Vermarktungsmodelle und eine Bankfinanzierung ohne staatliche Förderung realisieren lassen. Angaben zur Finanzierungssumme oder zu konkreten Erlösen enthält die Mitteilung nicht.

Als Nächstes sollen weitere Tests unter verschiedenen Betriebszuständen folgen, heißt es weiter. Ein Termin für den Beginn des regulären Betriebs wurde nicht genannt. (mf)
 

Dienstag, 13.10.2026, 09:17 Uhr
Manfred Fischer
Energie & Management > Stromspeicher - „Schuby“ geht technisch in Betrieb
Bürgermeisterin Petra Schulze, Landrat Wolfgang Buschmann, Franziska Fischer (Tennet), Georg Gallmetzer (Eco Stor), Wirtschaftsministrer Claus Ruhe Madsen und Nils Brodersen (EPW). Quelle: Eco Stor
Stromspeicher
„Schuby“ geht technisch in Betrieb
In der Gemeinde Schuby läuft die technische Inbetriebnahme eines 103,5-MW-Speichers. Beim Betriebskonzept reden Übertragungsnetz- und Verteilnetzbetreiber ein Wörtchen mit.
„Schuby“ ist in die finale Phase vor dem regulären Betrieb gestartet. Der nach seinem Standort im Kreis Schleswig-Flensburg (Schleswig-Holstein) benannte Batteriegroßspeicher befindet sich in der technischen Inbetriebnahme, teilt Eco Stor mit. Der Speicherhersteller, der die Anlage zusammen mit dem Projektentwickler EWP realisiert hat, freute sich anlässlich des Starts über prominenten Besuch: Zum „Speichertag Schuby“ am 12. Oktober waren Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU), Vertreter des Übertragungsnetzbetreibers Tennet und der Gemeinde gekommen.

„Schleswig-Holstein produziert schon heute große Mengen erneuerbaren Stroms. Deshalb brauchen wir auch die Infrastruktur, die mit dieser Energie flexibel umgehen kann“, wird der Wirtschaftsminister in einer Unternehmensmitteilung zitiert. Tennet-Chef Tim Meyerjürgens kommentierte: „Das Projekt in Schuby zeigt beispielhaft, wie innovative Speicherlösungen die Energiewende unterstützen und einen Beitrag zu einem sicheren, zuverlässigen und effizienten Stromsystem leisten können.“

Abstimmung mit Tennet und SH Netz

Schuby hat nach Unternehmensangaben eine Leistung von 103,5 MW und eine Kapazität von 238.000 kWh. In den kommenden Wochen soll die Anlage schrittweise getestet werden. Dabei würden Komponenten und Steuerungssysteme unter verschiedenen Betriebszuständen geprüft und die notwendigen technischen Nachweise für das Zusammenspiel mit dem Stromnetz erbracht, erklärt Eco Stor.

Das Betriebskonzept für Schuby wurde, wie der Hersteller betont, in Abstimmung mit Tennet und SH Netz an die örtliche Netzsituation angepasst. Vorgesehen seien netzneutrale Betriebsgrenzen, die die Einspeisung begrenzen, wenn das lokale Netz stark ausgelastet ist. Zugleich soll der Speicher Strom aufnehmen können, wenn vor Ort viel erneuerbare Energie eingespeist wird.

Der Speicher sei technisch baugleich mit der Anlage in Bollingstedt, die seit 2025 in Betrieb ist, teilt Eco Stor mit. Die dort gewonnenen Erfahrungen fließen in das Projekt Schuby ein. Als Batteriespeicher dieser Größenordnung mit direktem Anschluss an das deutsche Übertragungsnetz stelle Schuby besondere Anforderungen an die Sicherheit und Resilienz des Anlagenbetriebs, heißt es. „Gemeinsam mit Tennet entwickeln und erproben wir dafür Lösungen, die nun erstmals unter diesen Bedingungen praktisch umgesetzt werden“, so Eco-Stor-Geschäftsführer Georg Gallmetzer.

Vermarktung per Tolling-Vertrag

Die Vermarktung der Speicherkapazität ist über einen langfristigen Vertrag gesichert. Im November 2025 hatte Eco Stor mit dem Schweizer Energieunternehmen Alpiq einen Tolling-Vertrag über fünf Jahre geschlossen (wir berichteten). Die Erlösstruktur bildete laut Mitteilung eine Grundlage für die anschließende Finanzierung durch die NORD/LB. Die Projektpartner stellen Schuby als Beispiel für Batteriespeicherprojekte dar, die sich über langfristige Vermarktungsmodelle und eine Bankfinanzierung ohne staatliche Förderung realisieren lassen. Angaben zur Finanzierungssumme oder zu konkreten Erlösen enthält die Mitteilung nicht.

Als Nächstes sollen weitere Tests unter verschiedenen Betriebszuständen folgen, heißt es weiter. Ein Termin für den Beginn des regulären Betriebs wurde nicht genannt. (mf)
 

Dienstag, 13.10.2026, 09:17 Uhr
Manfred Fischer

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