Energiezentrale der Geothermieanlage Unterföhring. Quelle: Geovol
Nach fast 20 Jahren beendet Peter Lohr seine Tätigkeit bei Geovol. Unter seiner Führung hat das Unternehmen die Geothermieanlage in Unterföhring bei München umgesetzt.
Nachfolger von Peter Lohr als Geschäftsführer sind der bisherige technische Leiter Ulrich Huber sowie der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Oswald. Wie das Unternehmen mitteilt, werde auch unter der neuen Leitung die „vollständige Versorgung der Kommune Unterföhring mit preiswerter und regenerativer Wärme das Leitziel bleiben“.
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Peter Lohr verabschiedet sich Quelle: Geovol |
Als Tochterunternehmen der Gemeinde hatte Geovol 2008 mit den Bohrungen für die Geothermieanlage begonnen, 2014 folgten zwei weitere. Die gewonnene Wärmeenergie versorgt neben Wohngebäuden auch Gewerbebetriebe sowie öffentliche Einrichtungen und sorgt für eine weitgehende Unabhängigkeit der 11.500-Einwohner-Gemeinde im Wärmebereich. Seit 2015 ist durch die geothermische Fernwärme auch eine Klimatisierung möglich.
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Über die Bohrungen wird in Unterföhring heißes Thermalwasser gefördert Quelle: Geovol |
Die Geothermieanlage in Unterföhring gilt als eines der erfolgreichsten Pionierprojekte für erneuerbare Energien im bayerischen Molassebecken, einer für die Geothermie besonders gut nutzbaren Region zwischen Donau und Alpen. Hier zirkuliert im tiefen Untergrund Thermalwasser, das zu Heizzwecken und zum Teil auch zur Stromerzeugung genutzt werden kann. In Unterföhring wird das 93 und 87
Grad heiße Thermalwasser über zwei Bohrungen gefördert, die in Tiefen von rund 2.500 und 2.300 Meter reichen.
Mittwoch, 8.04.2026, 11:22 Uhr
Günter Drewnitzky
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