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Vattenfall steigert 2025 das bereinigte Ergebnis deutlich und legt einen milliardenschweren Investitionsplan für Stromnetze, Offshore-Wind und neue Kernenergie vor.
Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlich verbesserten bereinigten Ergebnis abgeschlossen. Treiber war vor allem eine günstigere Entwicklung der Preisabsicherung in Kontinentaleuropa, teilte der Konzern mit Sitz in Stockholm mit. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg auf 30,9 Milliarden Schwedische Kronen (2,72 Milliarden Euro), nach 17,1 Milliarden Kronen (1,50 Milliarden Euro) im Vorjahr.
Das ausgewiesene Betriebsergebnis belief sich auf umgerechnet 2,38 Milliarden Euro. Der Gewinn im Berichtszeitraum erreichte 1,73 Milliarden Euro. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 0,7 Milliarden Euro vor.
Parallel zum Ergebniswachstum treibt Vattenfall seine strategische Neuausrichtung voran. Für die Offshore-Windparks Nordlicht I und II in der deutschen Nordsee wurde die finale Investitionsentscheidung getroffen. Zudem investierte der Konzern knapp 1 Milliarde Euro in den Ausbau des schwedischen Stromnetzes.
Darüber hinaus überprüft Vattenfall die Eigentümerstruktur seiner Fernwärmeaktivitäten und treibt Vorbereitungen für neue Kernenergie vor. Im Rahmen des schwedischen Risikoteilungsmodells wurde eine Finanzierung beantragt, zudem beteiligt sich das Industriekonsortium Industrikraft mit 20 Prozent an der Projektgesellschaft Videberg Kraft. Darüber hinaus wurden zwei Anbieter modularer Atomreaktoren (SMR) ausgewählt.
Vattenfall hat im jährlichen Klimaranking des Climate Disclosure Project die höchste Bewertung erhalten. Ziel, so teilt das Unternehmen mit, sei die Transformation hin zu einer fossilfreien Energieversorgung.
Donnerstag, 5.02.2026, 15:40 Uhr
Günter Drewnitzky
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