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Energie & Management > Stromspeicher - US-Speicherhersteller nutzt deutsches Know-how
Elektrolyt-Entwicklung für die Eisen-Salz-Batterie. Quelle: Voltstorage
Stromspeicher

US-Speicherhersteller nutzt deutsches Know-how

Der US-amerikanische Speicherhersteller ESS Tech übernimmt das geistige Eigentum und Vermögenswerte von Voltstorage.
Das Aus von Voltstorage war schon im Sommer 2025 klar. Die Gründer des Unternehmens mit Sitz im texanischen Austin und in München hatte eine schwierige Marktentwicklung und ungünstige Investitionszyklen für die Schließung verantwortlich gemacht. Ausdrücklich hieß es damals, die Eisen-Salz-Batterietechnologie – auch als Eisen-Redox-Flow bezeichnet – habe nicht versagt. Ursprünglich hatte sich das Batterie-Start-up die Entwicklung von Vanadium-Redox-Flow-Speichern auf die Fahne geschrieben. Später erfolgte dann der Schwenk zur Eisen-Redox-Flow-Technologie.

Nun hat der Speicherhersteller ESS Tech aus der Nähe von Portland im US-Bundestaat Oregon bekannt gegeben, das geistige Eigentum und Vermögenswerte von Voltstorage zu übernehmen. Bereits vor drei Jahren hatte ESS angekündigt, mit der Entwicklung von Eisen-Salz-Batterien die Vormachtstellung der Lithium-Ionen-Technologie im Speichersektor brechen zu wollen. Eine damals in Betrieb gegangene vollautomatisierte Fertigungslinie soll die Expansionsstrategie und die Skalierungsbestrebungen unterstützen.

Nun werden auch noch das Patentportfolio und die bisherige Entwicklungsarbeit von Voltstorage in die bestehende IP-Basis (Intellectual Property) integriert. Außerdem werde man hochqualifiziertes Personal mit Expertise in Elektrochemie und Materialwissenschaften übernehmen, heißt es in einer Mitteilung von ESS. Den Verantwortlichen dort zufolge werde man so das Wachstum beschleunigen können mit dem Ziel, sich langfristig als führendes Unternehmen im Markt für Langzeitspeicher zu positionieren.

ESS hatte im vergangenen Herbst unter anderem die Inbetriebnahme eines 50-MWh-Speicherprojekts in Arizona sowie im Januar 2026 einen Millionen-Auftrag für eine US-Air-Force-Basis in Alaska bekannt gegeben.

Voltstorage hatte mit der Hochschule Landshut bei der Entwicklung der Eisen-Redox-Flow-Technologie zusammengearbeitet. Diese Art von Speichertechnologie gilt allgemein als umweltfreundlicher und preisgünstiger als die weiterverbreitete Lithium-Ionen-Technologie, da die Elektrolyte vergleichsweise geringe Materialkosten verursachen, eine hohe Lade-Entlade-Zyklenzahl sowie eine sehr flexible Skalierbarkeit ermöglichen und außerdem nicht brennbar sind.

Montag, 23.02.2026, 13:56 Uhr
Fritz Wilhelm
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Elektrolyt-Entwicklung für die Eisen-Salz-Batterie. Quelle: Voltstorage
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Der US-amerikanische Speicherhersteller ESS Tech übernimmt das geistige Eigentum und Vermögenswerte von Voltstorage.
Das Aus von Voltstorage war schon im Sommer 2025 klar. Die Gründer des Unternehmens mit Sitz im texanischen Austin und in München hatte eine schwierige Marktentwicklung und ungünstige Investitionszyklen für die Schließung verantwortlich gemacht. Ausdrücklich hieß es damals, die Eisen-Salz-Batterietechnologie – auch als Eisen-Redox-Flow bezeichnet – habe nicht versagt. Ursprünglich hatte sich das Batterie-Start-up die Entwicklung von Vanadium-Redox-Flow-Speichern auf die Fahne geschrieben. Später erfolgte dann der Schwenk zur Eisen-Redox-Flow-Technologie.

Nun hat der Speicherhersteller ESS Tech aus der Nähe von Portland im US-Bundestaat Oregon bekannt gegeben, das geistige Eigentum und Vermögenswerte von Voltstorage zu übernehmen. Bereits vor drei Jahren hatte ESS angekündigt, mit der Entwicklung von Eisen-Salz-Batterien die Vormachtstellung der Lithium-Ionen-Technologie im Speichersektor brechen zu wollen. Eine damals in Betrieb gegangene vollautomatisierte Fertigungslinie soll die Expansionsstrategie und die Skalierungsbestrebungen unterstützen.

Nun werden auch noch das Patentportfolio und die bisherige Entwicklungsarbeit von Voltstorage in die bestehende IP-Basis (Intellectual Property) integriert. Außerdem werde man hochqualifiziertes Personal mit Expertise in Elektrochemie und Materialwissenschaften übernehmen, heißt es in einer Mitteilung von ESS. Den Verantwortlichen dort zufolge werde man so das Wachstum beschleunigen können mit dem Ziel, sich langfristig als führendes Unternehmen im Markt für Langzeitspeicher zu positionieren.

ESS hatte im vergangenen Herbst unter anderem die Inbetriebnahme eines 50-MWh-Speicherprojekts in Arizona sowie im Januar 2026 einen Millionen-Auftrag für eine US-Air-Force-Basis in Alaska bekannt gegeben.

Voltstorage hatte mit der Hochschule Landshut bei der Entwicklung der Eisen-Redox-Flow-Technologie zusammengearbeitet. Diese Art von Speichertechnologie gilt allgemein als umweltfreundlicher und preisgünstiger als die weiterverbreitete Lithium-Ionen-Technologie, da die Elektrolyte vergleichsweise geringe Materialkosten verursachen, eine hohe Lade-Entlade-Zyklenzahl sowie eine sehr flexible Skalierbarkeit ermöglichen und außerdem nicht brennbar sind.

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