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Energie & Management > Stadtwerke - Thüringer Stadtwerk spricht nach Verlusten Kündigungen aus
Quelle: Jonas Rosenberger
Stadtwerke

Thüringer Stadtwerk spricht nach Verlusten Kündigungen aus

Dem Versorger in Meiningen geht es nicht gut. Verluste bei den Thüringern und anstehende Investitionen machen ein großes Sparprogramm notwendig. Ein Stellenabbau gehört dazu.
Im Südwesten Thüringens ist ein Versorger unter großem wirtschaftlichen Druck. Die Stadtwerke Meiningen haben im vergangenen Jahr Verluste in nicht genannter Höhe erlitten. Nun hat das kommunale Unternehmen einen Stellenabbau eingeleitet.

Nach Angaben von Geschäftsführer Lars Weber hätten inzwischen zwölf der 152 Mitarbeitenden ein Kündigungsschreiben erhalten. Das entspricht rund acht Prozent der Belegschaft der Stadtwerke, die die Kreisstadt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen mit Energie, Wärme und Wasser versorgen.

Bürgermeister Fabian Giesder (SPD), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist, hatte den Stellenabbau in einer Bürgerfragestunde der jüngsten Ratssitzung bekanntgegeben. Mit dem Stadtwerke-Chef hatte er sich zudem gegenüber dem vor Ort erscheinenden Meininger Tageblatt zur Situation geäußert.

Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, seien die benötigten Einsparungen auf der Personalseite nicht allein über auslaufende Zeitverträge und Wiederbesetzungsstopp bei frei werdenden Stellen zu erzielen gewesen. Die Kündigungen seien nach mehreren Betriebsversammlungen unter Einbindung des Betriebsrats erfolgt. Sie sollen alle Geschäftsbereiche betreffen.

Ziel von Aufsichtsrat und Geschäftsleitung solle es sein, mit geringeren Ausgaben die Basis für „weiterhin wettbewerbsfähige Preise“ zu schaffen. Lars Weber spricht davon, die Strompreise „deutlich“ reduzieren zu wollen. Für das kommende Geschäftsjahr sei es aber noch zu früh, einen konkreten Preis zu nennen.

Das Stadtwerk solle grundsätzlich als hundertprozentige Tochter der Kommune erhalten bleiben, so Bürgermeister und Geschäftsführer. Größere Investitionen wolle der Versorger aber vermehrt mit Partnern wie zum Beispiel der TEAG Thüringer Energie AG aus Erfurt stemmen. Meiningen ist an der TEAG beteiligt.

Fehlende Wirtschaftlichkeit hat auch zum kurz bevorstehenden Ende eines kleinen Geschäftsfeldes geführt. Das örtliche Stadtteilauto-Programm, „eCarsharing“ genannt, läuft in Meinungen zum 1. November aus. Es war zu Beginn der 2020er-Jahre als ergänzendes Mobilitätsangebot entstanden, „um Elektromobilität in Meiningen erlebbar zu machen“, wie der Versorger mitteilt. Laut Lars Weber konnte das Unternehmen die Auslastung langfristig nicht auf ein wirtschaftlich tragfähiges Niveau steigern.

Montag, 7.09.2026, 16:55 Uhr
Volker Stephan
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Quelle: Jonas Rosenberger
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Thüringer Stadtwerk spricht nach Verlusten Kündigungen aus
Dem Versorger in Meiningen geht es nicht gut. Verluste bei den Thüringern und anstehende Investitionen machen ein großes Sparprogramm notwendig. Ein Stellenabbau gehört dazu.
Im Südwesten Thüringens ist ein Versorger unter großem wirtschaftlichen Druck. Die Stadtwerke Meiningen haben im vergangenen Jahr Verluste in nicht genannter Höhe erlitten. Nun hat das kommunale Unternehmen einen Stellenabbau eingeleitet.

Nach Angaben von Geschäftsführer Lars Weber hätten inzwischen zwölf der 152 Mitarbeitenden ein Kündigungsschreiben erhalten. Das entspricht rund acht Prozent der Belegschaft der Stadtwerke, die die Kreisstadt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen mit Energie, Wärme und Wasser versorgen.

Bürgermeister Fabian Giesder (SPD), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist, hatte den Stellenabbau in einer Bürgerfragestunde der jüngsten Ratssitzung bekanntgegeben. Mit dem Stadtwerke-Chef hatte er sich zudem gegenüber dem vor Ort erscheinenden Meininger Tageblatt zur Situation geäußert.

Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, seien die benötigten Einsparungen auf der Personalseite nicht allein über auslaufende Zeitverträge und Wiederbesetzungsstopp bei frei werdenden Stellen zu erzielen gewesen. Die Kündigungen seien nach mehreren Betriebsversammlungen unter Einbindung des Betriebsrats erfolgt. Sie sollen alle Geschäftsbereiche betreffen.

Ziel von Aufsichtsrat und Geschäftsleitung solle es sein, mit geringeren Ausgaben die Basis für „weiterhin wettbewerbsfähige Preise“ zu schaffen. Lars Weber spricht davon, die Strompreise „deutlich“ reduzieren zu wollen. Für das kommende Geschäftsjahr sei es aber noch zu früh, einen konkreten Preis zu nennen.

Das Stadtwerk solle grundsätzlich als hundertprozentige Tochter der Kommune erhalten bleiben, so Bürgermeister und Geschäftsführer. Größere Investitionen wolle der Versorger aber vermehrt mit Partnern wie zum Beispiel der TEAG Thüringer Energie AG aus Erfurt stemmen. Meiningen ist an der TEAG beteiligt.

Fehlende Wirtschaftlichkeit hat auch zum kurz bevorstehenden Ende eines kleinen Geschäftsfeldes geführt. Das örtliche Stadtteilauto-Programm, „eCarsharing“ genannt, läuft in Meinungen zum 1. November aus. Es war zu Beginn der 2020er-Jahre als ergänzendes Mobilitätsangebot entstanden, „um Elektromobilität in Meiningen erlebbar zu machen“, wie der Versorger mitteilt. Laut Lars Weber konnte das Unternehmen die Auslastung langfristig nicht auf ein wirtschaftlich tragfähiges Niveau steigern.

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