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Energie & Management > Wasserstoff - THE übernimmt Marktsteuerung im Wasserstoff-Kernnetz
Quelle: Shutterstock / petrmalinak
Wasserstoff

THE übernimmt Marktsteuerung im Wasserstoff-Kernnetz

Die Organisation des deutschen H2-Marktes nimmt konkrete Formen an. Eine zentrale Rolle übernimmt künftig Trading Hub Europe, die die Vorgaben der Netzagentur umsetzen soll.
Der Aufbau eines einheitlichen deutschen Wasserstoffmarktgebietes schreitet voran. Die deutschen Netzbetreiber des künftigen Wasserstofftransportnetzes haben die Trading Hub Europe GmbH (THE) am 8. Dezember dieses Jahres zum Wasserstoff-Marktgebietsverantwortlichen benannt. Das Unternehmen hat die Aufgabe am 12. Dezember angenommen, wie es in einer Mitteilung vom 16. Dezember erklärt. Grundlage ist eine Festlegung der Bundesnetzagentur, die den institutionellen Rahmen für Bilanzierung und Ausgleichsmechanismen im künftigen Wasserstoffmarkt definiert.

Die Trading Hub Europe GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und fungiert bislang als Marktgebietsverantwortliche für den deutschen Erdgasmarkt. In dieser Funktion koordiniert das Unternehmen die Bilanzierung, den Ausgleich von Mengenabweichungen sowie die Stabilisierung des Marktgebietes. Diese Erfahrungen sollen nun auf den Wasserstoffsektor übertragen werden. Nach Angaben der THE wollen die H2-Transportnetzbetreiber auf diese Weise auf bewährte Strukturen zurückgreifen, um den Markthochlauf effizient zu organisieren.

Rechtliche Grundlage für die Benennung ist das Wasserstoff-Ausgleichs- und Bilanzierungsmodell, kurz „WasABi“. Dabei handelt es sich um eine Festlegung der Bundesnetzagentur vom 27. Oktober dieses Jahres (wir berichteten). Das Regelwerk beschreibt, wie Bilanzkreise im Wasserstoffmarkt künftig geführt werden, wie Abweichungen ausgeglichen werden und welche Rolle ein zentraler Marktgebietsverantwortlicher einnimmt. Ziel ist es, ein transparentes und diskriminierungsfreies System zu schaffen, das den sicheren Betrieb der Netze unterstützt.

Analog zum Gasmarkt übernimmt der Marktgebietsverantwortliche die Aufgabe, Einspeisungen und Entnahmen bilanziell zusammenzuführen. Die Bundesnetzagentur definiert mit Wasabi erstmals verbindliche Spielregeln für den Wasserstoffhandel und den Netzbetrieb in Deutschland. Die Benennung der THE setzt diese Vorgaben nun praktisch um.

Nach eigenen Angaben will die THE in den kommenden Jahren die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für die neue Rolle aufbauen. Dazu zählt unter anderem die Entwicklung von IT-Systemen für Bilanzierung und Abrechnung sowie die Abstimmung mit Netzbetreibern, Händlern und weiteren Marktakteuren. Ziel ist es, die Aufgaben als Wasserstoff-Marktgebietsverantwortliche ab dem 1. Januar 2028 vollständig zu übernehmen.

Dienstag, 16.12.2025, 11:19 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Wasserstoff - THE übernimmt Marktsteuerung im Wasserstoff-Kernnetz
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Wasserstoff
THE übernimmt Marktsteuerung im Wasserstoff-Kernnetz
Die Organisation des deutschen H2-Marktes nimmt konkrete Formen an. Eine zentrale Rolle übernimmt künftig Trading Hub Europe, die die Vorgaben der Netzagentur umsetzen soll.
Der Aufbau eines einheitlichen deutschen Wasserstoffmarktgebietes schreitet voran. Die deutschen Netzbetreiber des künftigen Wasserstofftransportnetzes haben die Trading Hub Europe GmbH (THE) am 8. Dezember dieses Jahres zum Wasserstoff-Marktgebietsverantwortlichen benannt. Das Unternehmen hat die Aufgabe am 12. Dezember angenommen, wie es in einer Mitteilung vom 16. Dezember erklärt. Grundlage ist eine Festlegung der Bundesnetzagentur, die den institutionellen Rahmen für Bilanzierung und Ausgleichsmechanismen im künftigen Wasserstoffmarkt definiert.

Die Trading Hub Europe GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und fungiert bislang als Marktgebietsverantwortliche für den deutschen Erdgasmarkt. In dieser Funktion koordiniert das Unternehmen die Bilanzierung, den Ausgleich von Mengenabweichungen sowie die Stabilisierung des Marktgebietes. Diese Erfahrungen sollen nun auf den Wasserstoffsektor übertragen werden. Nach Angaben der THE wollen die H2-Transportnetzbetreiber auf diese Weise auf bewährte Strukturen zurückgreifen, um den Markthochlauf effizient zu organisieren.

Rechtliche Grundlage für die Benennung ist das Wasserstoff-Ausgleichs- und Bilanzierungsmodell, kurz „WasABi“. Dabei handelt es sich um eine Festlegung der Bundesnetzagentur vom 27. Oktober dieses Jahres (wir berichteten). Das Regelwerk beschreibt, wie Bilanzkreise im Wasserstoffmarkt künftig geführt werden, wie Abweichungen ausgeglichen werden und welche Rolle ein zentraler Marktgebietsverantwortlicher einnimmt. Ziel ist es, ein transparentes und diskriminierungsfreies System zu schaffen, das den sicheren Betrieb der Netze unterstützt.

Analog zum Gasmarkt übernimmt der Marktgebietsverantwortliche die Aufgabe, Einspeisungen und Entnahmen bilanziell zusammenzuführen. Die Bundesnetzagentur definiert mit Wasabi erstmals verbindliche Spielregeln für den Wasserstoffhandel und den Netzbetrieb in Deutschland. Die Benennung der THE setzt diese Vorgaben nun praktisch um.

Nach eigenen Angaben will die THE in den kommenden Jahren die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für die neue Rolle aufbauen. Dazu zählt unter anderem die Entwicklung von IT-Systemen für Bilanzierung und Abrechnung sowie die Abstimmung mit Netzbetreibern, Händlern und weiteren Marktakteuren. Ziel ist es, die Aufgaben als Wasserstoff-Marktgebietsverantwortliche ab dem 1. Januar 2028 vollständig zu übernehmen.

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