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Sunotec treibt in Stendal einen Batteriespeicher mit 100 MW Leistung und 441 MWh Kapazität voran. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 geplant.
Die in Bulgarien gegründete Sunotec treibt den Bau eines Batteriespeichers mit 100 MW Leistung und 441 MWh Speicherkapazität in Stendal (Sachsen-Anhalt) voran. Das berichtet das Fachportal „Energy Industry Review“. Der Speicher soll unabhängig von einer Erzeugungsanlage am Stromnetz betrieben werden. Die Inbetriebnahme plant das Unternehmen für das erste Quartal 2027.
Das Projekt erreichte nach Angaben von Sunotec im zweiten Quartal 2026 den Status „Ready-to-Build“. In der Umsetzungsphase übernimmt das Unternehmen Engineering, Installation sowie später Betrieb und Wartung. Bei vollständiger Be- beziehungsweise Entladung mit Nennleistung entspricht die Speicherkapazität rechnerisch einer Dauer von rund 4,4 Stunden. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant.
Das Projekt in Stendal markiert einen weiteren wichtigen Schritt beim Ausbau der Batteriespeicheraktivitäten von Sunotec in ganz Europa. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen umfangreiche Erfahrungen beim Aufbau von Batteriespeicherinfrastruktur im Großmaßstab gesammelt und europaweit eine BESS-Kapazität von 6,1 GWh installiert. Sunotec wendet diese Erfahrungen nun auch auf andere Märkte an, darunter Deutschland, wo die zunehmende Integration erneuerbarer Energien die Nachfrage nach flexibler Energieinfrastruktur steigert.
Stendal soll Auftakt für weitere Projekte sein
Mit einer Speicherkapazität von 441 MWh ist das Projekt in Stendal darauf ausgelegt, Strom bei hohem Angebot zu speichern und bei Bedarf wieder bereitzustellen. Großspeicher können so Flexibilität für das Stromnetz bieten, die Integration erneuerbarer Energien unterstützen und zu einer widerstandsfähigeren Energieinfrastruktur beitragen.
„Wir haben die letzten Jahre damit verbracht, Batteriespeicher in einer Größenordnung zu errichten, die noch vor nicht allzu langer Zeit ambitioniert erschienen wäre. Heute hat Sunotec europaweit über 6 GWh installiert. Was wir dabei gelernt haben, ist einfach: Speicherung funktioniert, und Europa braucht viel mehr davon. Stendal ist unsere Chance, diese Erfahrung nach Deutschland zu bringen, da es genau die Art von Infrastruktur darstellt, die zunehmend an Bedeutung gewinnen wird, während Europa ein Energiesystem mit deutlich mehr erneuerbarer Energie aufbaut. Und für Sunotec ist Stendal erst der Anfang“, sagte Bernhard Suchland, CEO von Sunotec.
Das Stendal-Projekt hat im Rahmen von „SECURSUN“, dem Joint Venture zwischen Sunotec und „securenergy“, den Status „Ready-to-Build“ erreicht. Nun, da das Projekt in die Umsetzungsphase eintritt, leitet Sunotec die Bereitstellung der Speicherinfrastruktur. Die WT Energiesysteme GmbH errichtet vor Ort ein neues 110-kV-Umspannwerk und stellt damit die erforderliche Infrastruktur für den Netzanschluss des Batteriespeichersystems bereit. (mik)
Freitag, 4.09.2026, 11:19 Uhr
Mirko Kaupat, PMV
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