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Für ein Großspeicher-Projekt verändern die Stadtwerke EVB Huntetal ihre Struktur. Eine Tochtergesellschaft erhält einen neuen Namen, und eine Genossenschaft kommt als Partner hinzu.
Ein Großspeicher in Niedersachsen nimmt Gestalt an. Die in Diepholz beheimateten Stadtwerke EVB Huntetal streben den Baubeginn für das 4,5 Millionen Euro teure Projekt noch zur Mitte des laufenden Jahres an. Aktuell stehen die organisatorischen Vorbereitungen vor dem Abschluss.
Der Speicher mit einer Leistung von rund 6 MW soll ein Vorhaben der Stadtwerke EVB Huntetal Energiewende 2 GmbH werden. Dahinter verbirgt sich die alte Stadtwerke-Tochter swh Abwasser GmbH, für die nach den erforderlichen politischen Beschlüssen eine Umbenennung ansteht. Alle vier an den Stadtwerken Huntetal beteiligten Kommunen aus dem Landkreis Diepholz müssen dem zustimmen. Dies ist aber nur Formsache.
An der Energiewende 2 GmbH sollen zu gleichen Teilen die Stadtwerke Huntetal, die Energiehandelsgesellschaft West mbH (EHW) – ein Handelsverbund von acht Stadtwerken – und eine neu zu gründende Energiegenossenschaft beteiligt sein. Für die Genossenschaft ist als Name Bürgerenergie Huntetal eG vorgesehen.
Die Stadtwerke wollen die Genossenschaft mit den eigenen Gesellschaftern gründen und im nächsten Schritt der regionalen Bevölkerung aus Diepholz, Barnstorf, Rheden und Wagenfeld die Möglichkeit zum Beitritt (ab 1.000 Euro) geben. Vorstand der Energiegenossenschaft soll Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Partetzke werden, den Aufsichtsrat sollen die Spitzen der vier Kommunen bilden.
Der Großspeicher (12 MWh Kapazität) könnte noch Ende 2026 in Betrieb gehen. Der Wirtschaftsplan ist auf 15 Jahre ausgelegt, die Rendite soll bei 4 bis 6 Prozent auf das eingesetzte Kapital vor Steuern liegen. Von den 4,5 Millionen Euro Investitionen wollen die drei Gesellschafter jeweils 750.000 Euro tragen, in Summe also 50 Prozent. Der Rest ist geliehenes Geld.
Für den Standort des Speichers in Diepholz ist ein Ackergelände in unmittelbarer Nähe einer Umspannstation von Westenergie vorgesehen. Die Anlage soll überschüssigen Strom in Zeiten günstiger Tarife einlagern und bei hoher Nachfrage mit Gewinn wieder ins Netz speisen.
Donnerstag, 28.05.2026, 16:00 Uhr
Volker Stephan
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