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Energie & Management > Gasnetz - Opal-Anteil von Uniper steht zum Verkauf
Quelle: Shutterstock / CDuschinger
Gasnetz

Opal-Anteil von Uniper steht zum Verkauf

Uniper plant den Verkauf seines 20-prozentigen Anteils an der Gasleitung Opal. Damit wird eine EU-Beihilfeauflage erfüllt. 
Der Düsseldorfer Konzern Uniper bereitet den Verkauf seines 20-prozentigen Anteils an der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung − kurz „OPAL“ − vor. Der Verkauf der Anteile an der Ferngasleitung folgt einer Auflage der Europäischen Kommission aus der staatlichen Stabilisierung von Uniper.

Uniper setzt diese Vorgaben nun um und leitet ein offenes Bieterverfahren ein. Unternehmen können ihr Interesse im Zeitraum vom 15. Januar 2026 bis zum 29. Januar 2026 per E-Mail bei Uniper bekunden. Nach Ablauf dieser Frist will der Energiekonzern ausgewählten Bewerbern weitere Unterlagen zur Verfügung stellen und sie zur Teilnahme an der Vorqualifikationsphase einladen, wie Uniper am 15. Dezember mitteilte.

Der Energiekonzern war infolge der Energiekrise in wirtschaftliche Notlage geraten und wurde 2022 vom Bund stabilisiert. Die Europäische Kommission genehmigte diese staatliche Unterstützung im Dezember 2022 unter der Auflage, dass sich Uniper von bestimmten Beteiligungen trennt. Dazu zählt auch der Minderheitsanteil an der Opal-Gaspipeline.

Ziel der Verkaufsmaßnahme ist es, Wettbewerbsverzerrungen infolge staatlicher Hilfen zu begrenzen. Uniper trennt sich damit von einer nicht strategischen Beteiligung, während die Pipeline selbst weiterhin eine Rolle für den künftigen Wasserstofftransport spielt.

Gegenstand der geplanten Transaktion sind hundert Prozent der Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft hält ein 20-prozentiges Bruchteilseigentum an der Opal. Die übrigen 80 Prozent liegen bei der Gascade Gastransport GmbH mit Sitz in Kassel, einem Fernleitungsnetzbetreiber für Gas.

Opal zählt zu den zentralen Transportkorridoren für Gas in Europa. Die Pipeline verläuft über rund 470 Kilometer von Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern bis nach Brandov in Tschechien. In den vergangenen Jahren gewann die Leitung auch im Zusammenhang mit der Umstellung bestehender Gasinfrastruktur auf Wasserstoff an Bedeutung. 

Die Pipeline ist Teil des geplanten deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Den nördlichen Abschnitt der Leitung stellten die Betreiber Mitte Dezember dieses Jahres auf Wasserstoff um. Der südliche Abschnitt soll bis Ende 2030 folgen. Damit bleibt die Pipeline auch nach dem Ausstieg aus fossilem Erdgas Teil der langfristigen Infrastrukturplanung.

Dienstag, 16.12.2025, 13:23 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Gasnetz - Opal-Anteil von Uniper steht zum Verkauf
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Gasnetz
Opal-Anteil von Uniper steht zum Verkauf
Uniper plant den Verkauf seines 20-prozentigen Anteils an der Gasleitung Opal. Damit wird eine EU-Beihilfeauflage erfüllt. 
Der Düsseldorfer Konzern Uniper bereitet den Verkauf seines 20-prozentigen Anteils an der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung − kurz „OPAL“ − vor. Der Verkauf der Anteile an der Ferngasleitung folgt einer Auflage der Europäischen Kommission aus der staatlichen Stabilisierung von Uniper.

Uniper setzt diese Vorgaben nun um und leitet ein offenes Bieterverfahren ein. Unternehmen können ihr Interesse im Zeitraum vom 15. Januar 2026 bis zum 29. Januar 2026 per E-Mail bei Uniper bekunden. Nach Ablauf dieser Frist will der Energiekonzern ausgewählten Bewerbern weitere Unterlagen zur Verfügung stellen und sie zur Teilnahme an der Vorqualifikationsphase einladen, wie Uniper am 15. Dezember mitteilte.

Der Energiekonzern war infolge der Energiekrise in wirtschaftliche Notlage geraten und wurde 2022 vom Bund stabilisiert. Die Europäische Kommission genehmigte diese staatliche Unterstützung im Dezember 2022 unter der Auflage, dass sich Uniper von bestimmten Beteiligungen trennt. Dazu zählt auch der Minderheitsanteil an der Opal-Gaspipeline.

Ziel der Verkaufsmaßnahme ist es, Wettbewerbsverzerrungen infolge staatlicher Hilfen zu begrenzen. Uniper trennt sich damit von einer nicht strategischen Beteiligung, während die Pipeline selbst weiterhin eine Rolle für den künftigen Wasserstofftransport spielt.

Gegenstand der geplanten Transaktion sind hundert Prozent der Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft hält ein 20-prozentiges Bruchteilseigentum an der Opal. Die übrigen 80 Prozent liegen bei der Gascade Gastransport GmbH mit Sitz in Kassel, einem Fernleitungsnetzbetreiber für Gas.

Opal zählt zu den zentralen Transportkorridoren für Gas in Europa. Die Pipeline verläuft über rund 470 Kilometer von Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern bis nach Brandov in Tschechien. In den vergangenen Jahren gewann die Leitung auch im Zusammenhang mit der Umstellung bestehender Gasinfrastruktur auf Wasserstoff an Bedeutung. 

Die Pipeline ist Teil des geplanten deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Den nördlichen Abschnitt der Leitung stellten die Betreiber Mitte Dezember dieses Jahres auf Wasserstoff um. Der südliche Abschnitt soll bis Ende 2030 folgen. Damit bleibt die Pipeline auch nach dem Ausstieg aus fossilem Erdgas Teil der langfristigen Infrastrukturplanung.

Dienstag, 16.12.2025, 13:23 Uhr
Davina Spohn

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