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Energie & Management > Wärme - NRW fördert kleine Wärmenetze mit 60 Millionen Euro
Quelle: Shutterstock
Wärme

NRW fördert kleine Wärmenetze mit 60 Millionen Euro

Nordrhein-Westfalen stellt rund 60 Millionen Euro für kleine Wärmenetze bereit. Sie sollen klimafreundliche Wärme aus Luft, Erde und Abwasser in Quartieren nutzbar machen.
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Bau und die Erweiterung kleiner Wärmenetze mit rund 60 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur. Pro Vorhaben können bis zu 600.000 Euro beantragt werden. Die Förderung richtet sich an Projekte, die mehrere Gebäude in bestehenden Quartieren gemeinsam mit lokaler Wärme versorgen.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums können die geförderten Netze bis zu 16 Gebäude mit maximal 100 Wohneinheiten versorgen. Als Wärmequellen kommen unter anderem Luft, Erde und Abwasser infrage. Die Netze sollen Wärme direkt vor Ort bereitstellen und damit eine klimafreundliche Alternative zu einzelnen Heizsystemen schaffen.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Grüne) erklärte, das Land wolle mit der Förderung verlässliche Investitionsbedingungen schaffen. Menschen sollten dadurch in die Lage versetzt werden, gemeinsam mit anderen Akteuren vor Ort Entscheidungen über ihre Wärmeversorgung zu treffen. „Die Wärmewende kann gelingen, wenn Menschen, Unternehmen und Initiativen Verantwortung übernehmen“, sagte Neubaur.

Förderung für Eigentümer und Unternehmen

Antragsberechtigt sind laut Ministerium Eigentümer vermieteter Immobilien, Unternehmen sowie Bürgerenergiegenossenschaften. Für das Förderprogramm stehen jährlich fünf Millionen Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren zur Verfügung. Das Land will damit nach eigenen Angaben langfristige Planungssicherheit für Investitionen in die lokale Wärmeversorgung schaffen.

Die Landesförderung ergänzt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Zusammen können damit Förderquoten von bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben erreicht werden. Die Förderung ist damit insbesondere für Projekte relevant, bei denen mehrere Gebäude über ein gemeinsames Wärmenetz erschlossen werden sollen.

Die Unterstützung ist nicht auf Neubauquartiere beschränkt. Das Ministerium verweist ausdrücklich auf den Einsatz in bestehenden Gebäuden. Dort können Gebäudenetze mehrere Häuser verbinden und Wärme aus lokalen Quellen gemeinsam nutzbar machen. Damit unterscheidet sich der Ansatz von einer individuellen Versorgung jedes Gebäudes mit einer eigenen Wärmeerzeugungsanlage.

Zuschüsse für Informationsveranstaltungen

Parallel zur Investitionsförderung unterstützt das Land Informationsangebote zum Heizungstausch. Dafür hat das Wirtschaftsministerium den „Aktivierungs-Gutschein Heizungstausch“ aufgelegt. Anträge können Vereine stellen, die kostenlose Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger organisieren.

Auf den Veranstaltungen sollen Referentinnen und Referenten technologieoffen und produktneutral über Möglichkeiten des Heizungstauschs informieren. Voraussetzung für die Förderung sind mindestens 25 Teilnehmende. Der Zuschuss beträgt zehn Euro je Teilnehmerin oder Teilnehmer und maximal 750 Euro je Veranstaltung.

Das Ministerium begründet die Unterstützung mit dem Informationsbedarf bei Entscheidungen über die künftige Wärmeversorgung. Die Veranstaltungen sollen Bürgerinnen und Bürger insbesondere über Möglichkeiten einer klimafreundlichen Wärmeversorgung im Quartier informieren.

Anträge digital möglich

Die Anträge für die Förderung können vollständig digital über das Programm progres.nrw-Klimaschutztechnik gestellt werden. Das Land bündelt darüber verschiedene Förderangebote für Klimaschutztechnik.

Die Mittel für die Wärmenetze sind Teil des Nordrhein-Westfalen-Plans für gute Infrastruktur. Die Landesregierung will darüber in einem Zeitraum von zwölf Jahren rund 31,2 Milliarden Euro investieren. Rund 21,3 Milliarden Euro davon entfallen nach Angaben des Landes auf die Kommunen, knapp zehn Milliarden Euro auf die Infrastruktur des Landes.

Hintergrund Infrastrukturprogramm

Zu den Schwerpunkten des Programms zählen neben Klimaschutz und energetischer Sanierung unter anderem Schulen, Kitas, Verkehr, Gesundheitsversorgung, Digitalisierung sowie Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft. Grundlage der Finanzierung sind neben Landesmitteln auch Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz. Nordrhein-Westfalen erhält daraus nach Angaben der Landesregierung rund 21,1 Milliarden Euro.

Für die kommunale Infrastruktur sieht der Plan zudem eine Garantie der Höhe der Investitionspauschalen im Gemeindefinanzierungsgesetz vor. Dadurch sollen innerhalb von zwölf Jahren insgesamt rund 60 Milliarden Euro in die Infrastruktur Nordrhein-Westfalens fließen können. Die Landesregierung verbindet das Programm mit dem Ziel, bestehende Investitionsrückstände abzubauen und Projekte auf kommunaler Ebene schneller umzusetzen. (sh)

Freitag, 4.09.2026, 09:28 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Wärme - NRW fördert kleine Wärmenetze mit 60 Millionen Euro
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NRW fördert kleine Wärmenetze mit 60 Millionen Euro
Nordrhein-Westfalen stellt rund 60 Millionen Euro für kleine Wärmenetze bereit. Sie sollen klimafreundliche Wärme aus Luft, Erde und Abwasser in Quartieren nutzbar machen.
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Bau und die Erweiterung kleiner Wärmenetze mit rund 60 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur. Pro Vorhaben können bis zu 600.000 Euro beantragt werden. Die Förderung richtet sich an Projekte, die mehrere Gebäude in bestehenden Quartieren gemeinsam mit lokaler Wärme versorgen.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums können die geförderten Netze bis zu 16 Gebäude mit maximal 100 Wohneinheiten versorgen. Als Wärmequellen kommen unter anderem Luft, Erde und Abwasser infrage. Die Netze sollen Wärme direkt vor Ort bereitstellen und damit eine klimafreundliche Alternative zu einzelnen Heizsystemen schaffen.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Grüne) erklärte, das Land wolle mit der Förderung verlässliche Investitionsbedingungen schaffen. Menschen sollten dadurch in die Lage versetzt werden, gemeinsam mit anderen Akteuren vor Ort Entscheidungen über ihre Wärmeversorgung zu treffen. „Die Wärmewende kann gelingen, wenn Menschen, Unternehmen und Initiativen Verantwortung übernehmen“, sagte Neubaur.

Förderung für Eigentümer und Unternehmen

Antragsberechtigt sind laut Ministerium Eigentümer vermieteter Immobilien, Unternehmen sowie Bürgerenergiegenossenschaften. Für das Förderprogramm stehen jährlich fünf Millionen Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren zur Verfügung. Das Land will damit nach eigenen Angaben langfristige Planungssicherheit für Investitionen in die lokale Wärmeversorgung schaffen.

Die Landesförderung ergänzt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Zusammen können damit Förderquoten von bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben erreicht werden. Die Förderung ist damit insbesondere für Projekte relevant, bei denen mehrere Gebäude über ein gemeinsames Wärmenetz erschlossen werden sollen.

Die Unterstützung ist nicht auf Neubauquartiere beschränkt. Das Ministerium verweist ausdrücklich auf den Einsatz in bestehenden Gebäuden. Dort können Gebäudenetze mehrere Häuser verbinden und Wärme aus lokalen Quellen gemeinsam nutzbar machen. Damit unterscheidet sich der Ansatz von einer individuellen Versorgung jedes Gebäudes mit einer eigenen Wärmeerzeugungsanlage.

Zuschüsse für Informationsveranstaltungen

Parallel zur Investitionsförderung unterstützt das Land Informationsangebote zum Heizungstausch. Dafür hat das Wirtschaftsministerium den „Aktivierungs-Gutschein Heizungstausch“ aufgelegt. Anträge können Vereine stellen, die kostenlose Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger organisieren.

Auf den Veranstaltungen sollen Referentinnen und Referenten technologieoffen und produktneutral über Möglichkeiten des Heizungstauschs informieren. Voraussetzung für die Förderung sind mindestens 25 Teilnehmende. Der Zuschuss beträgt zehn Euro je Teilnehmerin oder Teilnehmer und maximal 750 Euro je Veranstaltung.

Das Ministerium begründet die Unterstützung mit dem Informationsbedarf bei Entscheidungen über die künftige Wärmeversorgung. Die Veranstaltungen sollen Bürgerinnen und Bürger insbesondere über Möglichkeiten einer klimafreundlichen Wärmeversorgung im Quartier informieren.

Anträge digital möglich

Die Anträge für die Förderung können vollständig digital über das Programm progres.nrw-Klimaschutztechnik gestellt werden. Das Land bündelt darüber verschiedene Förderangebote für Klimaschutztechnik.

Die Mittel für die Wärmenetze sind Teil des Nordrhein-Westfalen-Plans für gute Infrastruktur. Die Landesregierung will darüber in einem Zeitraum von zwölf Jahren rund 31,2 Milliarden Euro investieren. Rund 21,3 Milliarden Euro davon entfallen nach Angaben des Landes auf die Kommunen, knapp zehn Milliarden Euro auf die Infrastruktur des Landes.

Hintergrund Infrastrukturprogramm

Zu den Schwerpunkten des Programms zählen neben Klimaschutz und energetischer Sanierung unter anderem Schulen, Kitas, Verkehr, Gesundheitsversorgung, Digitalisierung sowie Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft. Grundlage der Finanzierung sind neben Landesmitteln auch Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz. Nordrhein-Westfalen erhält daraus nach Angaben der Landesregierung rund 21,1 Milliarden Euro.

Für die kommunale Infrastruktur sieht der Plan zudem eine Garantie der Höhe der Investitionspauschalen im Gemeindefinanzierungsgesetz vor. Dadurch sollen innerhalb von zwölf Jahren insgesamt rund 60 Milliarden Euro in die Infrastruktur Nordrhein-Westfalens fließen können. Die Landesregierung verbindet das Programm mit dem Ziel, bestehende Investitionsrückstände abzubauen und Projekte auf kommunaler Ebene schneller umzusetzen. (sh)

Freitag, 4.09.2026, 09:28 Uhr
Susanne Harmsen

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