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Die neunte Versteigerung von Emissionsrechten für fossile Kraft- und Heizstoffe ist mit der üblichen Vorhersehbarkeit ausgegangen.
Zum zweiten Mal seit der Versteigerung nationaler Emissionsrechte (nEZ) ist am 26. August die ausgeschriebene Tonnage von 10,7 Millionen nEZ nicht verdoppelt worden. Dies, weil die verbleibenden zu auktionierenden Zertifikate weniger als ein Drittel der Jahresauktionsmenge von 192 Millionen nEZ ausmachen (Paragraf 12 Absatz 5 Brennstoffemissionshandelsverordnung).
Jetzt sind 21,4 Millionen nEZ übrig, die sich ziemlich exakt in zwei Auktionstermine aufteilen lassen. Das bedeutet: Am 26. August und am 2. September finden die letzten derartigen Versteigerungen für das Verschmutzungsjahr 2026 statt.
Am 26. August gingen erneut alle nEZ zum gesetzlichen Höchstpreis von 65 Euro je Tonne an die Bieter, geht aus einer Veröffentlichung der EEX hervor. Gebote sind von 55 Euro an zulässig. Das Ergebnis war vorhersehbar: Der Bund hat bewusst ein verknapptes Kontigent in die ETS1-Auktionen gegeben. Gebote gingen am 19. August auf 529 Millionen nEZ ein, die Erfolgsquote blieb somit bei 2 Prozent. Angefangen hatten die Auktionen Anfang Juli bei 7,3 Prozent. Am 12. August war die Gebotsmenge mit 546 Millionen am größten gewesen, am Anfang der Auktionen mit 292 Millionen am niedrigsten.
Überzeichnungsquote bei knapp 50
Die Teilnehmerzahl blieb am 26. August bei 112. Erstmals war sie am Vorgängertermin, dem 19. August, gesunken, und zwar um saldiert drei Teilnehmer. Die Breite des Interesses am nationalen Emissionshandel (ETS2) war damit zwar niedriger, aber nicht das Interesse der verbleibenden Teilnehmer. Die Überzeichungsquote blieb bei knapp 50 - ein Wert, der sich in der vorigen Auktion mangels Verdopplung der Auktionsmenge selbst verdoppelt hatte. Die erste Auktionsrunde war erst um den Faktor 13 überzeichnet gewesen.
Der Klima- und Transformationsfonds (KTF) des Bundes nahm aus dem nationalen Emissionshandelssystem (nEHS), dem Ausfall der Verdopplung entsprechend, erneut nur die Hälfte der sonst üblichen 1,387 Milliarden Euro ein.
Zwei After Sales mit Aufschlag, aber Festpreis
Wer im vierten Quartal noch nEZ für seinen Kraft- oder Brennstoffabsatz im laufenden Jahr benötigt, kann im November und Dezember an einem Nachverkauf an der EEX teilnehmen. Dann gibt es aber erstens einen Einheitspreis von 68 Euro pro Tonne. Und zweitens gibt es dann keine Knappheit: Es werden unbegrenzt nEZ ausgegeben. Nächstes Jahr lassen sich nEZ für dieses Jahr für 73 Euro pro Tonne nachkaufen.
Ebenfalls nächstes Jahr findet für den Ausstoß des Jahres 2027 an der EEX die gleiche Auktionsreihe nochmal statt, bevor 2028 das nur noch marktbasierte europäische Emissionshandelssystem für Brenn- und Kraftstoffe (EU-ETS2) beginnt. Es sei denn, das EU-ETS2 wird nochmal verschoben.
Deutschland hatte sein ETS2, das Ende 2026 ausgelaufen wäre, nach der unionsweiten Verschiebung bis Ende 2027 verlängert. Nationale CO2-Preise im Verkehrs- und Gebäudesektor gibt es nur in einigen wenigen EU-Staaten.
In der Brennstoffemissionshandelsverordnung (BEHV) steht, dass der CO2-Ausstoß im Verkehr und in der Gebäudeheizung bundesweit jährlich sinken soll, von 301 Millionen Tonnen (2021) über 255 Millionen Tonnen (2026) bis auf 180 Millionen Tonnen (2030). (geo)
Mittwoch, 26.08.2026, 17:45 Uhr
Georg Eble
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