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Energie & Management > Geothermie - Kaiserslautern lotet geothermisches Potenzial aus
Wärmeleitungen. Quelle: Shutterstock / Richard Bradford
Geothermie

Kaiserslautern lotet geothermisches Potenzial aus

SWK Stadtwerke Kaiserslautern und Deutsche Erdwärme prüfen, ob Geothermie künftig zur Versorgung des Fernwärmenetzes beitragen kann.
Die SWK Stadtwerke Kaiserslautern und die Deutsche Erdwärme untersuchen gemeinsam das geothermische Potenzial in der Region Kaiserslautern. Das Projekt „Pfälzer Wärme“ soll klären, ob Wärme aus dem mitteltiefen und tiefen Untergrund künftig für die Fernwärmeversorgung genutzt werden kann, teilte die Projektpartner am mit. Ziel ist es, herauszufinden, ob geothermische künftig zur Versorgung des Fernwärmenetzes genutzt werden kann.

Im Fokus stehen wasserführende Gesteinsschichten im Untergrund, die sich für hydrothermale Geothermie eignen könnten. Dafür analysieren die Projektpartner geologische Strukturen und mögliche geothermische Zielhorizonte. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für weitere Investitions- und Erschließungsentscheidungen dienen.

Bereits Ende vergangenen Jahres schlossen die Projektpartner seismische 3D-Messungen in einem 143 Quadratkilometer großen Aufsuchungsfeld ab (wir berichteten). Dabei kamen nach Unternehmensangaben rund 27.000 Geophone zum Einsatz. Die Sensoren lieferten hochauflösende Daten über geologische Strukturen im Untergrund.

Die Deutsche Erdwärme wertet die Daten derzeit aus. Das Unternehmen kombiniert dafür seismische und geologische Verfahren. Ziel ist es, ein geologisches Modell des Untergrunds zu erstellen und relevante Störungszonen zu identifizieren. Ergänzend entsteht eine standortbezogene Potenzialstudie. „Mit dem Projekt Pfälzer Wärme schaffen wir die Grundlage, um das geothermische Potenzial unserer Region fundiert zu bewerten“, sagte Uwe Baaske, Stabsstelle Geothermie bei den SWK. 

Geothermie könne für Städte wie Kaiserslautern ein wichtiger Bestandteil einer sicheren und klimafreundlichen Wärmeversorgung werden. „Voraussetzung dafür ist ein präzises Verständnis des Untergrunds und eine belastbare wirtschaftliche Bewertung“, so Herbert Pohl, CEO der Deutschen Erdwärme. Das Vorhaben zählt zu den kommunalen Geothermieprojekten in Rheinland-Pfalz, die im Zuge der Wärmewende an Bedeutung gewinnen. Kommunale Versorger prüfen verstärkt lokale Wärmequellen, um Fernwärmenetze schrittweise zu dekarbonisieren.

Mittwoch, 6.05.2026, 11:41 Uhr
Heidi Roider
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Wärmeleitungen. Quelle: Shutterstock / Richard Bradford
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SWK Stadtwerke Kaiserslautern und Deutsche Erdwärme prüfen, ob Geothermie künftig zur Versorgung des Fernwärmenetzes beitragen kann.
Die SWK Stadtwerke Kaiserslautern und die Deutsche Erdwärme untersuchen gemeinsam das geothermische Potenzial in der Region Kaiserslautern. Das Projekt „Pfälzer Wärme“ soll klären, ob Wärme aus dem mitteltiefen und tiefen Untergrund künftig für die Fernwärmeversorgung genutzt werden kann, teilte die Projektpartner am mit. Ziel ist es, herauszufinden, ob geothermische künftig zur Versorgung des Fernwärmenetzes genutzt werden kann.

Im Fokus stehen wasserführende Gesteinsschichten im Untergrund, die sich für hydrothermale Geothermie eignen könnten. Dafür analysieren die Projektpartner geologische Strukturen und mögliche geothermische Zielhorizonte. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für weitere Investitions- und Erschließungsentscheidungen dienen.

Bereits Ende vergangenen Jahres schlossen die Projektpartner seismische 3D-Messungen in einem 143 Quadratkilometer großen Aufsuchungsfeld ab (wir berichteten). Dabei kamen nach Unternehmensangaben rund 27.000 Geophone zum Einsatz. Die Sensoren lieferten hochauflösende Daten über geologische Strukturen im Untergrund.

Die Deutsche Erdwärme wertet die Daten derzeit aus. Das Unternehmen kombiniert dafür seismische und geologische Verfahren. Ziel ist es, ein geologisches Modell des Untergrunds zu erstellen und relevante Störungszonen zu identifizieren. Ergänzend entsteht eine standortbezogene Potenzialstudie. „Mit dem Projekt Pfälzer Wärme schaffen wir die Grundlage, um das geothermische Potenzial unserer Region fundiert zu bewerten“, sagte Uwe Baaske, Stabsstelle Geothermie bei den SWK. 

Geothermie könne für Städte wie Kaiserslautern ein wichtiger Bestandteil einer sicheren und klimafreundlichen Wärmeversorgung werden. „Voraussetzung dafür ist ein präzises Verständnis des Untergrunds und eine belastbare wirtschaftliche Bewertung“, so Herbert Pohl, CEO der Deutschen Erdwärme. Das Vorhaben zählt zu den kommunalen Geothermieprojekten in Rheinland-Pfalz, die im Zuge der Wärmewende an Bedeutung gewinnen. Kommunale Versorger prüfen verstärkt lokale Wärmequellen, um Fernwärmenetze schrittweise zu dekarbonisieren.

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