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Das Abrechnungsunternehmen Ista hat erstmals den neuen Schnittstellenstandard des Bundesverbands für Energie- und Wasserdatenmanagement in der Praxis umgesetzt.
Immobilienverwaltungen sollen Daten für die Heizkostenabrechnung künftig direkt aus ihrer ERP-Software an Ista übermitteln können. Der Essener Immobiliendienstleister hat dafür erstmals seinen Data Hub nach dem neuen Schnittstellenstandard des Bundesverbands für Energie- und Wasserdatenmanagement (BVED) mit einer solchen Software verbunden. Partner der ersten Umsetzung ist der Münchner ERP-Softwareanbieter Impower, teilte Ista mit.
ERP-Software (Enterprise Resource Planning) dient Unternehmen dazu, zentrale Geschäfts- und Verwaltungsdaten in einem System zu verwalten. Nach Angaben von Ista handelt es sich bei der Anbindung von Impower um die erste praktische Umsetzung des neuen branchenweiten BVED-Standards.
Dieser definiert einheitliche Programmierschnittstellen (API) für den automatisierten Datenaustausch. Damit können unterschiedliche ERP-Systeme der Immobilienwirtschaft nach demselben technischen Verfahren mit Dienstleistern wie Ista kommunizieren. Weitere Softwareanbieter können ihre Systeme laut Ista ebenfalls auf Grundlage des BVED-Standards an den Data Hub anbinden.
Bei der jetzt realisierten Integration können Immobilienverwaltungen für die Heizkostenabrechnung in ihrer gewohnten ERP-Software bleiben. Stammdaten, Nutzerwechsel und Liegenschaftsdaten werden automatisch an Ista übertragen. Sind die erforderlichen Informationen vollständig, erstellt Ista die Abrechnung und übermittelt das Ergebnis zurück an das ERP-System. Auch Hinweise auf notwendigen Korrekturbedarf werden dort angezeigt.
Weitere ERP-Systeme
Bisher erforderliche Exporte und Uploads von Dateien sowie doppelte Dateneingaben sollen dadurch entfallen. Ista beziffert die mögliche Verringerung des manuellen Aufwands auf bis zu 95 Prozent.
„Mit der Integration zeigen wir, welches Potenzial im automatischen Datenaustausch steckt. Für Immobilienverwaltungen bedeutet das weniger Verwaltungsaufwand, schnellere Prozesse und eine spürbare Entlastung im Tagesgeschäft“, sagte Ista-Produktmanager Jonas Kwaschik.
Die Anbindung ist nicht auf Impower beschränkt. Nach Angaben von Ista arbeitet das Unternehmen bereits mit weiteren Softwareanbietern daran, deren ERP-Systeme über den BVED-Standard mit dem Data Hub zu verbinden. Ziel sei es, den automatisierten Datenaustausch für einen größeren Teil des ERP-Marktes der Immobilienwirtschaft verfügbar zu machen.
Bereits 2027 sollen nach den Planungen von Ista viele Immobilienverwaltungen die Heizperiode 2026 auf Basis vollautomatischer Datenaustauschprozesse abrechnen können. (sag)
Montag, 14.09.2026, 16:43 Uhr
Stefan Sagmeister
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