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Energie & Management > Biomasse - Biomasse soll Erdgasbedarf am Industriestandort Langelsheim senken
Albemarle Produktionsstätte Langelsheim. Quelle: Albemarle Coporation
Biomasse

Biomasse soll Erdgasbedarf am Industriestandort Langelsheim senken

Die Getec schließt den Albemarle-Standort Langelsheim an ein Biomassekraftwerk an. Das Projekt soll den Erdgaseinsatz am Chemiestandort senken und bis Ende 2027 in Betrieb gehen.
Getec und der Chemiekonzern Albemarle haben eine langfristige Energiepartnerschaft für den Produktionsstandort Langelsheim vereinbart. Kern des Projekts ist die Anbindung des Werks an ein nahegelegenes Biomassekraftwerk von Getec, teilte der Energiedienstleister mit. Damit soll der Standort künftig einen Großteil seines Dampf- und Strombedarfs aus Biomasse decken und den Einsatz von Erdgas deutlich reduzieren.

Nach Angaben der Unternehmen sollen künftig bis zu 90 Prozent des Dampfbedarfs und bis zu 80 Prozent des Strombedarfs über das Biomassekraftwerk bereitgestellt werden. Getec übernimmt den Betrieb der Anlage sowie die langfristige Versorgung des Standorts mit Dampf und Strom.

Die Unternehmen haben langfristige Liefervereinbarungen geschlossen, die sowohl die Energieversorgung des Standorts als auch die Brennstoffbereitstellung umfassen. Mit der Umstellung auf Biomasse wollen die Partner die Abhängigkeit des Werks von Erdgas reduzieren und die Versorgungssicherheit stärken. Nach Unternehmensangaben sinken die Treibhausgasemissionen des Standorts durch das Projekt um rund 20.000 Tonnen pro Jahr. Die Energieerzeugung erfolgt mit zertifizierten Holzhackschnitzeln und Landschaftspflegematerialien. 

Baustart im Oktober geplant

Die erforderlichen behördlichen Genehmigungen für das Vorhaben liegen nach Angaben von Getec seit Mai 2026 vor. Der Bau der Verbindungsleitung zwischen Biomassekraftwerk und Produktionsstandort soll im Oktober 2026 beginnen.

Die Inbetriebnahme der neuen Energieversorgung ist für Ende 2027 vorgesehen. Mit dem Projekt erweitert Getec sein Angebot für industrielle Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger. Für Albemarle ist die Anbindung Teil der Strategie, die Energieversorgung des Standorts langfristig auf eine breitere Basis zu stellen und den Erdgaseinsatz zu verringern.

Freitag, 3.07.2026, 10:50 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Biomasse - Biomasse soll Erdgasbedarf am Industriestandort Langelsheim senken
Albemarle Produktionsstätte Langelsheim. Quelle: Albemarle Coporation
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Biomasse soll Erdgasbedarf am Industriestandort Langelsheim senken
Die Getec schließt den Albemarle-Standort Langelsheim an ein Biomassekraftwerk an. Das Projekt soll den Erdgaseinsatz am Chemiestandort senken und bis Ende 2027 in Betrieb gehen.
Getec und der Chemiekonzern Albemarle haben eine langfristige Energiepartnerschaft für den Produktionsstandort Langelsheim vereinbart. Kern des Projekts ist die Anbindung des Werks an ein nahegelegenes Biomassekraftwerk von Getec, teilte der Energiedienstleister mit. Damit soll der Standort künftig einen Großteil seines Dampf- und Strombedarfs aus Biomasse decken und den Einsatz von Erdgas deutlich reduzieren.

Nach Angaben der Unternehmen sollen künftig bis zu 90 Prozent des Dampfbedarfs und bis zu 80 Prozent des Strombedarfs über das Biomassekraftwerk bereitgestellt werden. Getec übernimmt den Betrieb der Anlage sowie die langfristige Versorgung des Standorts mit Dampf und Strom.

Die Unternehmen haben langfristige Liefervereinbarungen geschlossen, die sowohl die Energieversorgung des Standorts als auch die Brennstoffbereitstellung umfassen. Mit der Umstellung auf Biomasse wollen die Partner die Abhängigkeit des Werks von Erdgas reduzieren und die Versorgungssicherheit stärken. Nach Unternehmensangaben sinken die Treibhausgasemissionen des Standorts durch das Projekt um rund 20.000 Tonnen pro Jahr. Die Energieerzeugung erfolgt mit zertifizierten Holzhackschnitzeln und Landschaftspflegematerialien. 

Baustart im Oktober geplant

Die erforderlichen behördlichen Genehmigungen für das Vorhaben liegen nach Angaben von Getec seit Mai 2026 vor. Der Bau der Verbindungsleitung zwischen Biomassekraftwerk und Produktionsstandort soll im Oktober 2026 beginnen.

Die Inbetriebnahme der neuen Energieversorgung ist für Ende 2027 vorgesehen. Mit dem Projekt erweitert Getec sein Angebot für industrielle Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energieträger. Für Albemarle ist die Anbindung Teil der Strategie, die Energieversorgung des Standorts langfristig auf eine breitere Basis zu stellen und den Erdgaseinsatz zu verringern.

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