E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Wasserstoff - Abo Energy verkauft H2-Hub in Hünfeld
Der H2-Hub in Hünfeld-Michelsrombach produziert seit 2025 grünen Wasserstoff. ABO Energy hat die Anlage nun an Tyczka Hydrogen verkauft. Quelle: Abo Energy
Wasserstoff

Abo Energy verkauft H2-Hub in Hünfeld

Abo Energy verkauft seinen H2-Hub im hessischen Hünfeld an Tyczka Hydrogen. Die Anlage produziert seit 2025 grünen Wasserstoff für Busse und Lkw.
Der Wiesbadener Projektentwickler für erneuerbare Energien „ABO Energy“ hat seinen Wasserstoffstandort in Hünfeld-Michelsrombach bei Fulda an den Wasserstoffanbieter Tyczka Hydrogen GmbH verkauft. Dies geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Nach mehreren Jahren Planung und 13 Monaten Bauzeit hatte Abo Energy die Anlage im Sommer 2025 in Betrieb genommen. Einen Kaufpreis nennt das Unternehmen nicht. Der Verkauf erfolgt in einer Phase, in der Abo Energy sein Geschäft strategisch neu ausrichtet und an einer Sanierungsfinanzierung arbeitet.

„Wir haben dieses komplexe Projekt von der Planung über die Errichtung bis zur Inbetriebnahme erfolgreich umgesetzt“, erklärt Abo-Energy-Geschäftsführer Karsten Schlageter. Mit Tyczka Hydrogen habe das Unternehmen nun einen Käufer für die Anlage gefunden.

Zum H2-Hub gehören ein Elektrolyseur mit 5 MW Leistung, eine Wasserstofftankstelle und eine Abfüllstation für Trailer. Nach Angaben von Abo Energy kann der Elektrolyseur jährlich bis zu 450 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen. Der Strom dafür stammt aus Wind- und Solarparks. Der Wasserstoff ist vor allem für Brennstoffzellenbusse und -Lkw vorgesehen.

Im Juli 2025 erhielt der Standort laut Abo Energy ein TÜV-Zertifikat nach dem „CertifHy EU RFNBO Voluntary Scheme“. RFNBO steht für „Renewable Fuels of Non-Biological Origin“ und bezeichnet erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs. Nach Angaben des Unternehmens gehörte der H2-Hub damit zu den ersten entsprechend zertifizierten Anlagen in Deutschland. Seit August 2025 produziert der Standort RFNBO-zertifizierten grünen Wasserstoff.
 
 
Die Tankstelle arbeitet mit einem Druck von 350 bar. Über die Trailer-Abfüllstation lässt sich Wasserstoff zudem per Lkw zu Abnehmern außerhalb des Standorts transportieren. Die Betriebsführung liegt seit der Eröffnung bei der Abo Kraft & Wärme AG. Ob sie diese Aufgabe auch nach dem Eigentümerwechsel fortführt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Käufer Tyczka Hydrogen hat seinen Sitz im bayerischen Geretsried. Das Unternehmen produziert und liefert Wasserstoff und deckt nach eigenen Angaben die Wertschöpfungskette von der Erzeugung über Abfüllung und Transport bis zur Versorgungstechnik ab.

12 Millionen Euro Förderung

Der H2-Hub erhielt öffentliche Förderung. Im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) flossen insgesamt zwölf Millionen Euro über das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) in das Projekt.

Nach Angaben von Abo Energy werden Fördermittel dieser Maßnahme auch über den Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) und die europäische Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) des Programms „NextGenerationEU“ bereitgestellt. Die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) GmbH koordiniert die Förderrichtlinie, der Projektträger Jülich (PtJ) setzt sie um. (ds)

Freitag, 21.08.2026, 13:27 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Wasserstoff - Abo Energy verkauft H2-Hub in Hünfeld
Der H2-Hub in Hünfeld-Michelsrombach produziert seit 2025 grünen Wasserstoff. ABO Energy hat die Anlage nun an Tyczka Hydrogen verkauft. Quelle: Abo Energy
Wasserstoff
Abo Energy verkauft H2-Hub in Hünfeld
Abo Energy verkauft seinen H2-Hub im hessischen Hünfeld an Tyczka Hydrogen. Die Anlage produziert seit 2025 grünen Wasserstoff für Busse und Lkw.
Der Wiesbadener Projektentwickler für erneuerbare Energien „ABO Energy“ hat seinen Wasserstoffstandort in Hünfeld-Michelsrombach bei Fulda an den Wasserstoffanbieter Tyczka Hydrogen GmbH verkauft. Dies geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Nach mehreren Jahren Planung und 13 Monaten Bauzeit hatte Abo Energy die Anlage im Sommer 2025 in Betrieb genommen. Einen Kaufpreis nennt das Unternehmen nicht. Der Verkauf erfolgt in einer Phase, in der Abo Energy sein Geschäft strategisch neu ausrichtet und an einer Sanierungsfinanzierung arbeitet.

„Wir haben dieses komplexe Projekt von der Planung über die Errichtung bis zur Inbetriebnahme erfolgreich umgesetzt“, erklärt Abo-Energy-Geschäftsführer Karsten Schlageter. Mit Tyczka Hydrogen habe das Unternehmen nun einen Käufer für die Anlage gefunden.

Zum H2-Hub gehören ein Elektrolyseur mit 5 MW Leistung, eine Wasserstofftankstelle und eine Abfüllstation für Trailer. Nach Angaben von Abo Energy kann der Elektrolyseur jährlich bis zu 450 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen. Der Strom dafür stammt aus Wind- und Solarparks. Der Wasserstoff ist vor allem für Brennstoffzellenbusse und -Lkw vorgesehen.

Im Juli 2025 erhielt der Standort laut Abo Energy ein TÜV-Zertifikat nach dem „CertifHy EU RFNBO Voluntary Scheme“. RFNBO steht für „Renewable Fuels of Non-Biological Origin“ und bezeichnet erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs. Nach Angaben des Unternehmens gehörte der H2-Hub damit zu den ersten entsprechend zertifizierten Anlagen in Deutschland. Seit August 2025 produziert der Standort RFNBO-zertifizierten grünen Wasserstoff.
 
 
Die Tankstelle arbeitet mit einem Druck von 350 bar. Über die Trailer-Abfüllstation lässt sich Wasserstoff zudem per Lkw zu Abnehmern außerhalb des Standorts transportieren. Die Betriebsführung liegt seit der Eröffnung bei der Abo Kraft & Wärme AG. Ob sie diese Aufgabe auch nach dem Eigentümerwechsel fortführt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Käufer Tyczka Hydrogen hat seinen Sitz im bayerischen Geretsried. Das Unternehmen produziert und liefert Wasserstoff und deckt nach eigenen Angaben die Wertschöpfungskette von der Erzeugung über Abfüllung und Transport bis zur Versorgungstechnik ab.

12 Millionen Euro Förderung

Der H2-Hub erhielt öffentliche Förderung. Im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) flossen insgesamt zwölf Millionen Euro über das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) in das Projekt.

Nach Angaben von Abo Energy werden Fördermittel dieser Maßnahme auch über den Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) und die europäische Aufbau- und Resilienzfazilität (ARF) des Programms „NextGenerationEU“ bereitgestellt. Die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) GmbH koordiniert die Förderrichtlinie, der Projektträger Jülich (PtJ) setzt sie um. (ds)

Freitag, 21.08.2026, 13:27 Uhr
Davina Spohn

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.