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Enerige & Management > Wärmenetz - Zwei Nahwärmenetze in Baden-Württemberg erhalten Förderung
Bild: Fotolia.com, fefufoto
WÄRMENETZ:
Zwei Nahwärmenetze in Baden-Württemberg erhalten Förderung
Die Gemeinde Unlingen erhält vom Land für den Ausbau ihres Nahwärmenetzes 250.000 Euro, 200.000 Euro gehen an Kirchheim. Damit soll die Wärmeversorgung langfristig erneuerbar werden.
 
In Baden-Württemberg gibt es rund 2,4 Mio. Bestandsgebäude. Hier liegt sehr viel Potenzial, um klimaschädliche Treibhausgasemissionen einzusparen und die Energie- und Wärmewende hin zu erneuerbaren Quellen weiter voranzubringen. Aus diesem Grund unterstützt die Landesregierung die Kommunen mit gezielten Förderprogrammen. In diesem Rahmen erhielten jetzt Unlingen und Kirchheim mehrere hunderttausend Euro für ihr Nahwärmenetz.

Unlingen soll ein Beispiel geben

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) begründete: „Das Projekt in Unlingen taugt als Vorbild für viele andere Kommunen, weil die Wärmeversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erfolgt.“ Die Landesregierung bezuschusst den Bau eines Nahwärmenetzes in Unlingen im Landkreis Biberach mit 250.000 Euro. Auf einer Trassenlänge von etwa 6.700 Metern werden künftig Wohnungen in der Unlinger Siedlung mit 130 Hausanschlüssen regenerativ mit Wärme versorgt.

Untersteller sagte bei der Vergabe in Stuttgart, er hoffe „dass das vorbildliche Projekt in Unlingen viele Nachahmer im Land findet“. Die Wärmeversorgung erfolge zu 100 % aus erneuerbaren Energien über einen Holzhackschnitzelkessel und ein Biogas-Blockheizkraftwerk in einer neuen Heizzentrale. Zum Wärmekonzept gehöre auch ein Pufferspeicher. „Das Wärmenetz entsteht im Bestand und ersetzt fossile Heizquellen“, begründete Untersteller die Förderung. Neben dem Gewinn fürs Klima fördert das Projekt zugleich Wertschöpfung für das Handwerk und die Wirtschaft.

Förderung auch für Kirchheim

Auch ein Nahwärmenetz in Kirchheim (Landkreis Ludwigsburg) erhält eine Förderung von 200.000 Euro. „Wenn es uns gelingt, bei der Gebäudesanierung voranzukommen und beim Heizen und bei der Warmwasserbereitung überwiegend erneuerbare Energien einzusetzen, werden wir dem Ziel der Klimaneutralität ein gutes Stück näher kommen“, betonte Untersteller. Das Nahwärmenetz in der Ortsmitte soll auf knapp einem Kilometer Länge 27 Gebäude anschließen und versorgen.

Über das Förderprogramm energieeffiziente Wärmenetze wurden in den vergangenen Jahren 60 Projekte in Baden-Württemberg mit insgesamt rund 11,7 Mio. Euro gefördert. Geschätzt konnten dadurch 32.500 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.


Das Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“   des Landes steht im Internet bereit.

 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Mittwoch, 05.05.2021, 11:44 Uhr

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