Quelle: Zeppelin
Die Holdingsgesellschaft der Zeppelin-Gruppe wird auf die europäische Rechtsform SE umfirmiert. Die Zeppelin-Stiftung ist weiterhin Gesellschafter.
Die Holdinggesellschaft der Zeppelin-Gruppe wird ihre Rechtsform von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in eine Societas Europaea (SE) ändern, teilte das Unternehmen mit Sitz in Friedrichshafen am 27. Juli mit. Der Wechsel soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Die Holding des Unternehmens firmiert dann unter der Bezeichnung Zeppelin SE. Unverändert bleibt jedoch der Gesellschafter: Die Zeppelin-Stiftung ist auch weiterhin Eigentümer des Unternehmens.
Die Societas Europaea, kurz SE, ist eine anerkannte Rechtsform für länderübergreifend tätige Unternehmen. Mit dem Wechsel von der GmbH zur SE will die Zeppelin-Gruppe nach eigener Auskunft ihrer gewachsenen internationalen Aufstellung besser Rechnung tragen. Die Unternehmensgruppe ist in Europa, Nord- und Südamerika, Asien sowie Afrika aktiv und beschäftigt rund 12.000 Mitarbeitende.
„Die Zeppelin-Gruppe ist heute internationaler als jemals zuvor. Mit dem Wechsel zur SE passen wir die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen an diese Größe und Internationalität an“, sagte Christian Dummler, Geschäftsführer und CFO der Zeppelin-Gruppe. „Zugleich stärkt die neue Rechtsform unsere Voraussetzungen für weiteres Wachstum, indem wir unsere Strukturen und Standards noch stärker auf die Erwartungen internationaler Geschäfts- und Finanzpartner ausrichten.“
Firmenzukauf als Wachstumstreiber
Die Zeppelin-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2025 durch einen großen Zukauf weiter gewachsen (wir berichteten). Zeppelin integriert die Peep Group in den Konzern. Dazu gehören 22 Gesellschaften in Norwegen, den Niederlanden, Nigeria, Belgien und Frankreich mit dem Portfolio von Neu- und Gebrauchtmaschinen, Antriebs- und Energiesystemen, Servicierung und Ersatzteile sowie Lösungen rund um die Vermietung von Equipment und Service. Damit wuchs der Zeppelin-Konzern um 2.000 Mitarbeitende und rund 1,1 Milliarden Euro Umsatz.
Aufgrund der Teilkonsolidierung über sieben Monate wirkte sich der Zukauf bereits 2025 auf die Kennzahlen aus. Für 2026 erwartet das Unternehmen bei vollständiger Konsolidierung einen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro.
Zum 1. Januar 2026 übernahm Zeppelin außerdem die Befra Energietechnik GmbH mit Sitz im bayerischen Leutkirch im Allgäu. Damit erweiterte das Unternehmen sein Geschäftsfeld Energie, Klima und Wasser in der Geschäftseinheit „Rental“ um eigene mobile Trafostationen. Befra ist seit knapp 25 Jahren auf Entwicklung, Planung, Vertrieb und Vermietung von Trafostationen spezialisiert. Diese kommen unter anderem auf Baustellen sowie bei Biogas-, Photovoltaik- und Windkraftanlagen zum Einsatz. Der Kundenkreis umfasst Bauunternehmen, kommunale Betriebe, Energieversorger und die Industrie.
Im Zuge der Transformation bündelte Zeppelin die bisherigen fünf strategischen Geschäftseinheiten zu vier Bereichen: Construction Industry & Mining, Rental, Power Systems und Plant Engineering. Das Unternehmen verfolgt damit eine klarere Struktur und eine stärkere Ausrichtung auf Kunden und Prozesse. Künftig will Zeppelin auch von den Entwicklungen in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, Infrastruktur und resiliente Energieversorgung profitieren. (hr)
Montag, 27.07.2026, 13:30 Uhr
Heidi Roider
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