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Enerige & Management > Gas - Zahlreiche Einwendungen zum Lubminer Terminal für Flüssigerdgas
Quelle: Shutterstock / aerial motion
GAS:
Zahlreiche Einwendungen zum Lubminer Terminal für Flüssigerdgas
Anders als geplant wird das in Lubmin entstehende LNG-Terminal wohl nicht zum 1. Dezember betriebsbereit sein. Noch werden zahlreiche Einwendungen geprüft.
 
(dpa) −Im Genehmigungsverfahren für das in Lubmin entstehende Terminal für Flüssigerdgas (LNG) sind 28 einzelne Einwendungen sowie 1.071 weitere als Teil einer Sammlung eingegangen. "Sie stammen von Naturschutzverbänden, Bürgerinnen und Bürgern sowie Infrastrukturbetreibern", teilte der Schweriner Umweltminister Till Backhaus (SPD) am 29. November mit.

Die Frist zur Einreichung war am Tag zuvor abgelaufen. "Zwar ist es verständlich, dass nun viele Menschen wissen wollen, wie viel Zeit die Bearbeitung in Anspruch nehmen wird, doch einen Termin kann ich derzeit nicht nennen", wurde Backhaus zitiert.

Ursprünglich hatte das Unternehmen Deutsche Regas den 1. Dezember als angepeilten Starttermin für das Terminal genannt, mittlerweile aber Verzögerungen angedeutet. Der Zeitplan galt von Anfang als ehrgeizig, auch wegen der Genehmigungen.

"Schon jetzt ist deutlich, dass niemand, der an dem bisherigen Verfahren beteiligt war, gebummelt hätte", lobte Backhaus. Er sprach von "Lichtgeschwindigkeit". Dennoch gehe Gründlichkeit vor Schnelligkeit. "Alle Einwendungen werden selbstverständlich sehr ernst genommen und die beteiligten Behörden werden sich jetzt in den kommenden Tagen eingehend damit beschäftigen."

Laut Deutscher Regas handelt es sich bei der Anzahl der Einwendungen um einen Bruchteil im Vergleich zu den Einwendungen für andere LNG-Terminals. Die Themen der Einwendungen sind breitgefächert, es geht darin um Umweltauswirkungen und Sicherheitsbedenken ebenso wie um hohe Gaspreise, die Gaspipeline Nord Stream 2 und globale Klimapolitik.

In einer Mitteilung hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am 29. November erneut grundsätzlich angezweifelt, dass das Terminal überhaupt genehmigt werden kann. Die vorgelegten Untersuchungen seien nicht ausreichend, um etwa Schäden für das Vogelschutz- und Heringslaichgebiet Greifswalder Bodden auszuschließen. Auch eine mögliche Wärmeausbreitung durch Kühlwasser könne problematisch sein. Zudem sei der "permanente Verkehr" durch das Einlaufen der 136 Meter langen Tanker, die das LNG von einem größeren Schiff auf der Ostsee durch den flachen Bodden transportieren sollen, nicht berücksichtigt worden: "Das Vorhaben ist einfach zu groß für Lubmin", sagte Corinna Cwielag vom BUND-Landesverband Nordost.

 
 

dpa / Katia Meyer-Tien
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Dienstag, 29.11.2022, 17:42 Uhr

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