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Enerige & Management > Edna-Umfrage - Wo die größten IT-Risiken liegen
Bild: Fotolia.com, jd-photodesign
EDNA-UMFRAGE:
Wo die größten IT-Risiken liegen
Die größten Gefahren in der IT für Energieversorger lauern bei den leittechnischen Anlagen. Das ist eine Aussage einer Umfrage von Edna unter seinen Mitgliedern.
 
IT-Sicherheit hat für die Mitglieder des Bundesverbands Energiemarkt und Kommunikation (Edna) allerhöchste Priorität. Das IT-Sicherheitsgesetz sei aber nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dieser Ansicht war mit 81 % die große Mehrheit der Unternehmen, die sich im August an einer Edna Umfrage zum Thema „IT-Sicherheit in der Energieversorgung“ beteiligt haben.

Deutlich besser als das IT-Sicherheitsgesetz beurteilten die Unternehmen den IT-Sicherheitskatalog, den die Bundesnetzagentur (BNetzA) als Ergänzung des rechtlichen Rahmens kürzlich veröffentlicht hat. Dieser verpflichtet Strom- und Gasnetzbetreiber zur Umsetzung IT-sicherheitstechnischer Mindeststandards. Rund die Hälfte der Befragten bezeichnete den Katalog als genau richtig, 18 % schätzen ihn als unzureichend ein. Dass der bürokratische Aufwand für die Umsetzung zu hoch sei, meinten lediglich 8 % der Befragten. Sie waren der Ansicht, dass bestehende Normen wie ISO 27001 und die DIN SPEC 27019 ausreichen würden. Rund 50 % bezeichneten den Aufwand dagegen als angemessen.

Spannend war die Frage, wo genau die größten Gefahren in der IT für die Energieversorgung lauern: Hier führen die leittechnischen Anlagen mit fast 35 % in der Umfrage vor der Fernwirktechnik (26 %). Mit knapp 18 % landeten die intelligenten Messsysteme auf Platz drei der gefährdeten Systeme. Personenbezogene Daten, wie sie etwa in den Abrechnungs- oder CRM-Systemen verwaltet werden, sah nur einer der Teilnehmer als gefährdet an.

Was die Möglichkeiten zur Verbesserung der IT-Sicherheit angeht, machten die Befragten eine ganze Reihe von Vorschlägen. Dazu gehörten die Verbesserung der Prozess-Qualität und Transparenz oder der Einsatz aktueller Technologien, beispielsweise bei Verschlüsselungs- und Signaturverfahren. Aber auch die Trennung der aktiven Energienetzkomponenten vom Internet sowie die Trennung von Physik und Markt wurden gefordert. Die Frage der IT-Sicherheit müsse bereits in der Ausbildung künftiger Mitarbeiter stärker berücksichtigt werden, um später in den Unternehmen und Behörden sinnvoll umgesetzt werden zu können. Eine zentrale Rolle spiele aber vor allem auch das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Donnerstag, 20.08.2015, 09:22 Uhr

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