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Energie & Management > Stromnetz - Westküstenleitung als Game Changer der Energiewende
Robert Habeck, Tim Meyerjürgens, Tobias Goldschmidt und Matthias Boxberger (v.r.) bei der offiziellen Inbetriebnahme mit illuminierten Masten. Quelle: Tennet
Stromnetz

Westküstenleitung als Game Changer der Energiewende

Der vierte Abschnitt der sogenannten Westküstenleitung ist in Betrieb. Damit fließt jetzt auf 121 von insgesamt 140 Kilometern des Gesamtprojekts Strom.
Auch Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) war zur Inbetriebnahme des 38 Kilometer langen Teilstücks der Westküstenleitung am Umspannwerk Klixbüll Süd in Schleswig-Holstein gekommen. Beim gemeinsamen symbolischen Knopfdruck zur Inbetriebnahme zusammen mit Landesminister Tobias Goldschmidt sowie Tennet-COO Tim Meyerjürgens und SH-Netz-Aufsichtsrat Matthias Boxberger wurden die neuen Masten in der Nähe des Umspannwerks für einen Moment illuminiert. 

Habeck erklärte bei der Veranstaltung mit zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik am Freitag, 4. November: „Die Westküstenleitung wird gerne als Hauptschlagader der Energiewende in Schleswig-Holstein bezeichnet. Sie ist aber nicht nur für Schleswig-Holstein von Bedeutung. Die neue Leitung verbessert die Integration von erneuerbarem Windstrom.“ Mit der Fertigstellung des letzten Abschnittes im kommenden Jahr und dem Anschluss an Dänemark werde man auch die europäische Strommarktintegration weiter voranbringen. Gerade die aktuelle Situation zeige, wie wichtig europäische Kooperation und Solidarität sind. Grundlage dafür sei grenzüberschreitende Infrastruktur wie die Westküstenleitung.

Klimaschutzminister Goldschmidt (Grüne) betonte: „Für Schleswig-Holstein ist die Westküstenleitung wichtige Klimaschutzinfrastruktur und Entwicklungsachse zugleich. In energiepolitisch herausfordernden Zeiten erreichen wir heute ein wichtiges Etappenziel und befreien uns weiter Schritt für Schritt aus der fossilen Abhängigkeit.“

Tim Meyerjürgens: „Die Westküste Schleswig-Holsteins spielt eine zentrale Rolle für die Energiewende in Deutschland. Für den Norden ist die Westküstenleitung ein echter „Game Changer“ auf dem Weg zur Unabhängigkeit von fossilen Energien. Mit dieser Leitung sammeln wir den Windstrom vor der Küste ein und sichern damit sowohl die regionale Versorgung als auch den Transport von grünem Strom in Richtung Süden. Gerade vor dem anstehenden, besonders herausfordernden Winter hilft jeder Kilometer zusätzlicher Netzausbau bei der Versorgungssicherheit.“ 

Matthias Boxberger von SH Netz verwies auf die hohe Geschwindigkeit, die für den weiteren Netzausbau erforderlich ist und forderte Planungserleichterungen und eine bessere Koordination von Anlagen- und Netzausbau, um Zwangsabschaltungen von Erneuerbaren-Anlagen wie in der Vergangenheit für die Zukunft zu vermeiden.
 

Details zur Westküstenleitung

Die Westküstenleitung gliedert sich in fünf Projektabschnitte von Brunsbüttel bis zur dänischen Grenze mit insgesamt fünf Netzverknüpfungspunkten. Für die knapp 140 Kilometer lange Westküstenleitung wird eine neue 380-kV-Freileitung in einer neuen Trasse gebaut. Ziel des Vorhabens ist es, die Übertragungskapazität zum Abtransport des Windstroms zu erhöhen. Rund ein Jahr nach der Inbetriebnahme von Abschnitt 3 ist jetzt der Abschnitt 4 von Husum/Nord nach Klixbüll/Süd mit einer Länge von 38 Kilometern und 103 Masten unter Strom gesetzt worden. Auf der Trasse mitgeführt wird auch eine 110-kV-Leitung der SH Netz, deren Masten jetzt abgebaut werden.

Der Abschnitt 1 (Brunsbüttel – Süderdonn, rund 14 Kilometer) ist seit Dezember 2016 in Betrieb, der Abschnitt 2 (Süderdonn – Heide/West, rund 23 Kilometer) seit 2019 und der Abschnitt 3 (Heide/West – Husum/Nord, rund 46 Kilometer) seit September 2021. Die Fertigstellung des Abschnitts 5 (Klixbüll – Grenze Dänemark, circa 18 Kilometer) ist für 2023 geplant.
 

Montag, 7.11.2022, 12:03 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Stromnetz - Westküstenleitung als Game Changer der Energiewende
Robert Habeck, Tim Meyerjürgens, Tobias Goldschmidt und Matthias Boxberger (v.r.) bei der offiziellen Inbetriebnahme mit illuminierten Masten. Quelle: Tennet
Stromnetz
Westküstenleitung als Game Changer der Energiewende
Der vierte Abschnitt der sogenannten Westküstenleitung ist in Betrieb. Damit fließt jetzt auf 121 von insgesamt 140 Kilometern des Gesamtprojekts Strom.
Auch Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) war zur Inbetriebnahme des 38 Kilometer langen Teilstücks der Westküstenleitung am Umspannwerk Klixbüll Süd in Schleswig-Holstein gekommen. Beim gemeinsamen symbolischen Knopfdruck zur Inbetriebnahme zusammen mit Landesminister Tobias Goldschmidt sowie Tennet-COO Tim Meyerjürgens und SH-Netz-Aufsichtsrat Matthias Boxberger wurden die neuen Masten in der Nähe des Umspannwerks für einen Moment illuminiert. 

Habeck erklärte bei der Veranstaltung mit zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik am Freitag, 4. November: „Die Westküstenleitung wird gerne als Hauptschlagader der Energiewende in Schleswig-Holstein bezeichnet. Sie ist aber nicht nur für Schleswig-Holstein von Bedeutung. Die neue Leitung verbessert die Integration von erneuerbarem Windstrom.“ Mit der Fertigstellung des letzten Abschnittes im kommenden Jahr und dem Anschluss an Dänemark werde man auch die europäische Strommarktintegration weiter voranbringen. Gerade die aktuelle Situation zeige, wie wichtig europäische Kooperation und Solidarität sind. Grundlage dafür sei grenzüberschreitende Infrastruktur wie die Westküstenleitung.

Klimaschutzminister Goldschmidt (Grüne) betonte: „Für Schleswig-Holstein ist die Westküstenleitung wichtige Klimaschutzinfrastruktur und Entwicklungsachse zugleich. In energiepolitisch herausfordernden Zeiten erreichen wir heute ein wichtiges Etappenziel und befreien uns weiter Schritt für Schritt aus der fossilen Abhängigkeit.“

Tim Meyerjürgens: „Die Westküste Schleswig-Holsteins spielt eine zentrale Rolle für die Energiewende in Deutschland. Für den Norden ist die Westküstenleitung ein echter „Game Changer“ auf dem Weg zur Unabhängigkeit von fossilen Energien. Mit dieser Leitung sammeln wir den Windstrom vor der Küste ein und sichern damit sowohl die regionale Versorgung als auch den Transport von grünem Strom in Richtung Süden. Gerade vor dem anstehenden, besonders herausfordernden Winter hilft jeder Kilometer zusätzlicher Netzausbau bei der Versorgungssicherheit.“ 

Matthias Boxberger von SH Netz verwies auf die hohe Geschwindigkeit, die für den weiteren Netzausbau erforderlich ist und forderte Planungserleichterungen und eine bessere Koordination von Anlagen- und Netzausbau, um Zwangsabschaltungen von Erneuerbaren-Anlagen wie in der Vergangenheit für die Zukunft zu vermeiden.
 

Details zur Westküstenleitung

Die Westküstenleitung gliedert sich in fünf Projektabschnitte von Brunsbüttel bis zur dänischen Grenze mit insgesamt fünf Netzverknüpfungspunkten. Für die knapp 140 Kilometer lange Westküstenleitung wird eine neue 380-kV-Freileitung in einer neuen Trasse gebaut. Ziel des Vorhabens ist es, die Übertragungskapazität zum Abtransport des Windstroms zu erhöhen. Rund ein Jahr nach der Inbetriebnahme von Abschnitt 3 ist jetzt der Abschnitt 4 von Husum/Nord nach Klixbüll/Süd mit einer Länge von 38 Kilometern und 103 Masten unter Strom gesetzt worden. Auf der Trasse mitgeführt wird auch eine 110-kV-Leitung der SH Netz, deren Masten jetzt abgebaut werden.

Der Abschnitt 1 (Brunsbüttel – Süderdonn, rund 14 Kilometer) ist seit Dezember 2016 in Betrieb, der Abschnitt 2 (Süderdonn – Heide/West, rund 23 Kilometer) seit 2019 und der Abschnitt 3 (Heide/West – Husum/Nord, rund 46 Kilometer) seit September 2021. Die Fertigstellung des Abschnitts 5 (Klixbüll – Grenze Dänemark, circa 18 Kilometer) ist für 2023 geplant.
 

Montag, 7.11.2022, 12:03 Uhr
Gnter Drewnitzky

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