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Enerige & Management > Klimaschutz - Weltweiter Energieverbrauch stieg 2018 klar an
Bild: malp / Fotolia
KLIMASCHUTZ:
Weltweiter Energieverbrauch stieg 2018 klar an
Eine starke Weltwirtschaft und extreme Klimaereignisse haben den weltweiten Energieverbrauch 2018 um 2,3 % ansteigen lassen, so die Internationale Energieagentur IEA. 
 
Der Wert markiere den stärksten Anstieg in den vergangenen zehn Jahren und liege fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt seit 2009, teilte die IEA am 26. März mit. Fast ein Fünftel des Mehrverbrauchs geht demnach auf einen stärkeren Bedarf nach Heizung und Kühlung durch extreme Wetterereignisse zurück. In einigen Regionen der Welt seien 2018 historische Kälte- und Wärmerekorde erreicht oder überschritten worden, so die IEA. Darüber hinaus habe sich ein überdurchschnittliches Weltwirtschaftswachstum von 3,7 % ausgewirkt.

Wie bereits im Jahr davor wurden 70 % des Energie-Mehrbedarfs im Jahr 2018 durch fossile Energieträger gedeckt, mit Erdgas als dem wichtigsten Brennstoff. Dementsprechend stiegen auch die CO2-Emissionen im vergangenen Jahr an, allerdings mit 1,7 % nicht ganz so stark wie der Energieverbrauch. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr laut IEA rund 33 Mrd. t CO2 im Zuge der Energieversorgung produziert. Mit einem Anteil von etwa 30 % sind Kohlekraftwerke die Energieerzeuger mit dem stärksten CO2-Ausstoß. 

Der wachsende Energiebedarf weltweit geht zu fast drei Vierteln auf lediglich drei Staaten zurück: China, die USA und Indien. Allein der Anstieg des Gasverbrauchs in den USA 2018 entspreche dem gesamten Gasverbrauch Großbritanniens im vergangenen Jahr, hieß es in der Mitteilung der IEA. Dafür seien vor allem ein überdurchschnittlich kalter Winter und ein überdurchschnittlich heißer Sommer in der Region verantwortlich gewesen. 

In Europa sei die Entwicklung anders verlaufen. Trotz eines Anstiegs der Wirtschaftsleistung um 1,8 % sei der Energieverbrauch hier nur um 0,2 % gestiegen. Ausdrücklich erwähnt in dem IEA-Bericht wird Deutschland, wo der Energieverbrauch durch Effizienzmaßnahmen sogar um 2,2 % zurückgegangen sei.

Bei den einzelnen Energieträgern zeigt sich eine differenzierte Entwicklung: Während der Gasverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % zunahmen, kamen erneuerbare Quellen auf einen Zuwachs von 4 %. Kernkraft konnte um 3,3 % zulegen, gefolgt von Öl (1,3 %) und Kohle (0,7 %).
 

Peter Koller
Redakteur
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Dienstag, 26.03.2019, 13:23 Uhr

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