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Enerige & Management > Studien - Welche Innovationen der Klimaschutz braucht
Quelle: Fotolia / mik38
STUDIEN:
Welche Innovationen der Klimaschutz braucht
20 richtungsweisende Innovationen für Klimaneutralität stellt ein Bericht der "Tech for Net Zero Allianz" vor, die von der Deutschen Energieagentur (Dena) initiiert wurde.
 
Die von der Dena und der Organisation Breakthrough Energy ins Leben gerufene "Tech for Net Zero Allianz" hat ihren Report „Klimaneutralität 2045 – Neue Technologien für Deutschland“ veröffentlicht. Darin stellt Gruppe aus 28 Organisationen und Unternehmen 20 richtungsweisende Innovationen vor, die entscheidend auf dem Weg zur Klimaneutralität sind. 

Neben neuen Anwendungsfeldern für die Photovoltaik gehören dazu neuartige Energiespeicher, elektrifizierte Antriebssysteme, Anwendungen auf Basis von grünem Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe, alternative Baumaterialien sowie technische CO2-Senken.

Anhand der Beispiele zeige sich, dass eine ganzheitliche Technologieförderung benötigt wird, die einen geeigneten regulatorischen Rahmen schafft, Förderinstrumente gezielt einsetzt, die notwendige Infrastruktur bereitstellt und die schnelle Skalierung und Kommerzialisierung durch Unternehmen unterstützt, so der Report. Entscheidend sei dabei die Entwicklung eines Marktdesigns, das entsprechende Preissignale setzt, um innovative Technologien in den Markt zu führen und wettbewerbsfähig zu machen.

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dena: „Technologische Innovationen sind von zentraler Bedeutung für die Erreichung von Klimaneutralität.“ Es sei nun an der neuen Bundesregierung, einen ganzheitlichen Ansatz zur Technologieförderung zu implementieren.

Viele der erforderlichen Rahmenbedingungen sind im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung adressiert. Der Report zeigt, dass die neue Bundesregierung sich dabei vor allem auf drei Felder fokussieren sollte, um eine strukturierte Technologieförderung in die Tat umzusetzen: 
  • Erstens ist die Ausrichtung des europäischen Green Deal mit einem klaren Fokus auf die Förderung von Innovationen in allen Entwicklungsstadien von zentraler Bedeutung. Die in den Vorschlägen der Europäischen Kommission bereits angelegten Instrumente wie etwa die CO2-Bepreisung, Nutzungsquoten und Besteuerungsgrundlagen sollten dabei aufgenommen und weiterentwickelt werden.
  • Parallel dazu ist die Umsetzung einer ambitionierten nationalen Klima- und Energiepolitik notwendig, die Räume für neue technologische Lösungen schafft. Darunter fallen Anpassungen am Strommarktdesign, eine klare Ausrichtung der Abgaben und Umlagen an die Vermeidung von CO2, die Schaffung von grünen Leitmärkten sowie die Einführung eines CO2-Schattenpreises für die öffentliche Verwaltung. Dazu gehören auch der Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft, Änderungen an Gebäude- und Wärmeregulatorik sowie der strukturierte Aufbau eines Mechanismus zur Umsetzung von Klimaschutzverträgen (Carbon Contracts for Difference) im Industriesektor. 
  • Drittens braucht es eine proaktive Innovationspolitik, die Gründerinnen und Gründer in die Lage versetzt, Klimatechnologien zu entwickeln und zu skalieren. Matching Grants und die Ausweitung des Deep Tech Future Fonds können dabei Zugang zu ausreichend Wagniskapital sichern. Gleichzeitig müssen öffentliche Bürgschaften das technologische Risiko neuer Klimainnovationen reduzieren. Auch Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen sollten standardisiert und vereinfacht werden.
Der Bericht "Tech for Net Zero Allianz: Klimaneutralität 2045 – Neue Technologien für Deutschland"    kann von der Webseite der Dena heruntergeladen werden.
 

Peter Koller
Redakteur
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Freitag, 10.12.2021, 11:06 Uhr

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