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Enerige & Management > KWK - Weitere Kritik am künftigen KWK-Gesetz
Bild: E&M
KWK:
Weitere Kritik am künftigen KWK-Gesetz
Der Entwurf zum KWK-Gesetz 2016 verkenne den Stellenwert, blockiere die Potenziale der KWK und bleibe hinter den Erfordernissen zurück, kritisiert ein Bündnis aus mehreren Verbänden.
 
„Seitens der Politik verdiene die Kopplung von Strom- und Wärmeerzeugung wesentlich mehr Aufmerksamkeit“, konstatieren die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE), der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK), der Bundesverband der Energie-und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD), die Deutsche Umwelthilfe, der Verband für Wärmelieferung (VfW), der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) sowie der Verband Beratender Ingenieure (VBI) am 6. November in einer gemeinsamen Stellungnahme. An diesem Tag wurde der Regierungsentwurf zur Novelle des KWK-Gesetzes in erster Lesung im Bundestag behandelt.

„Damit die KWK die Energiewende im Strom- und Wärmesektor effektiv unterstützen kann“, muss der Entwurf nach Ansicht der Verbände aber noch in folgenden Punkten geändert werden:
  • Aufrechterhaltung des Ausbauziels von 25 Prozent an der gesamten Nettostromerzeugung und Ergänzung durch ein paralleles KWK-Wärmeziel
  • Beibehaltung der Förderung für ortsnahe Wärme- und Stromversorgung
  • Keine weitere Diskriminierung von Energieeffizienzdienstleistungen sondern Gleichstellung der Vermarktung in Kundenanlagen und geschlossenen Verteilnetzen mit der Einspeisung in ein Netz der allgemeinen Versorgung
  • Schaffung von weiteren Anreizen für eine systemdienliche Einspeisung von KWK-Strom
  • System- und anlagenverträgliche Heranführung an die Pflicht zur Direktvermarktung
Außerdem müsse bereits jetzt die Tür für eine Verlängerung der Förderung durch das neue KWKG über 2020 hinaus geöffnet werden, um Investoren Planungssicherheit zu geben, so die Verbände. Auch die Anforderungen an Messungen in Kundenanlagen müssen ihrer Ansicht nach einfacher und wirtschaftlicher gestaltet sein, als im Entwurf vorgesehen.

Die gemeinsame Stellungnahme der Verbände finden Sie hier   .
 

Michael Pecka
Redakteur
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Montag, 09.11.2015, 16:48 Uhr

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