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Enerige & Management > Wasserstoff - Weitere grüne Wasserstoffkooperationen am Start
Quelle: Fotolia / Joachim Wendler
WASSERSTOFF:
Weitere grüne Wasserstoffkooperationen am Start
Immer mehr Kooperationen im Bereich Wasserstoff bilden sich, zuletzt zwischen den Konzernen Shell und Siemens und zwischen dem Gaskonzern VNG und einem niederländischen Unternehmen.
 
Shell und Siemens haben eine Absichtserklärung unterschrieben. Im Fokus ihrer Zusammenarbeit sollen Projekte zur Herstellung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff stehen. Zum Einsatz kommen soll dieser, wie die Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung vom 15. September bekannt geben, in den Bereichen Biokraftstoffe und chemische Kreislaufwirtschaft. 

Im Rahmen der Partnerschaft will der britische Mineralkonzern Shell den Technologiekonzern Siemens samt seiner Tochtergesellschaften mit kohlenstoffarmen Produkten beliefern. Diese sollen die Emissionen in der gesamten Lieferkette und den Betriebsabläufen von Siemens sowie in der Nutzungsphase von Siemens-Produktion reduzieren. Dies umfasst unter anderem die Lieferung von Biokraftstoffen.
 
Eine wichtige Rolle kommt hierbei dem jüngst angekündigten Bau des Shell-Projekts "Holland Hydrogen 1" (HH1) in der Maasvlakte, einem Industrie- und Hafengebiet der niederländischen Großstadt Rotterdam, zu. Dort sollen mithilfe eines 200-MW-Elektrolyseurs ab 2025 rund 60 Tonnen Wasserstoff am Tag entstehen. Die Siemens-Geschäftseinheit Electrification and Automation wird als Lieferant für die Energieverteilung und die Automatisierung von Umspannwerken fungieren. Auch der Wartungsvertrag für die Anlage liegt in den Händen von Siemens.

VNG und HyCC nehmen Mitteldeutschland ins Visier

Im Projekt "GreenRoot" wollen zwei andere Partner zusammenarbeiten − das niederländische Wasserstoffunternehmen Hydrogen Chemistry Company ("HyCC") und der deutsche Gaskonzern VNG AG. Auch sie wollen die Entwicklung einer grünen Wasserstofferzeugung im industriellen Maßstab forcieren, um Unternehmen im Chemiestandort Mitteldeutschland bei der Verringerung ihrer CO2-Emissionen zu unterstützen. Hierzu haben die VNG und HyCC, wie am 16. September bekannt wurde, eine entsprechende Vereinbarung geschlossen.

Den Auftakt machen die Partner mit einer Studie über die technische Machbarkeit und das Potenzial der Erzeugung von grünem Wasserstoff zur Dekarbonisierung der Industrie in Mitteldeutschland. Ihr gemeinsames Ziel ist es, in den kommenden drei bis fünf Jahren ein oder mehrere Elektrolyseprojekte im industriellen Maßstab zu entwickeln.

Hierzu bringt HyCC sein Know-how aus dem Bereich der Elektrolyse mit ein. CEO Stijn van Els erklärt: "Durch die Kombination unseres Fachwissens auf dem Gebiet der Elektrolyse mit der Erfahrung von VNG bei der Versorgung der Region mit nachhaltiger Energie unterstützen wir die Industrie bei ihrer Transformation hin zu einem kreislauffähige und nachhaltigen Modell, das auf grünem Wasserstoff basiert." 
 

Davina Spohn
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Freitag, 16.09.2022, 15:44 Uhr

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