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Enerige & Management > Stromnetz - Wege zum smarten Niederspannungsnetz
Mit Hilfe von Steuerboxen lassen sich die Niederspannungsnetze leistungsfähiger machen. Quelle: Timian Hopf/LVN
STROMNETZ:
Wege zum smarten Niederspannungsnetz
Ein zentraler Bestandteil der Energiewende ist die Digitalisierung der Energienetze. Dabei gerät zunehmend auch die Niederspannung ins Blickfeld.
 
Ein wesentlicher Faktor auf dem Weg zu intelligenten Stromnetzen (Smart Grids) auf der Niederspannungsebene ist der Einsatz von intelligenten Messsystemen (iMSys). Sie bilden zum einen die Grundlage für das kontinuierliche Erfassen und Versenden von Messwerten an Marktteilnehmer, darüber hinaus sind sie die technologische Basis für das sichere Regeln der Netze. Konkret geht es dabei um PV-Anlagen und Blockkraftwerke bis 100 kW Leistung sowie steuerbare Verbraucher, zum Beispiel Wärmepumpen. Steuerboxen in Verbindung mit iMSys machen das möglich.

In einem Modellprojekt hat die TMZ Thüringer Mess- und Zählerwesen Service GmbH, Tochter der TEAG Thüringer Energie AG, gemeinsam mit der Konzernschwester TWS Thüringer Wärme Service GmbH ein solches Konzept erprobt. Dazu wurde eine „SwiSBox-DIE“ Steuerbox der Firma Swistec GmbH über iMSys an das CLS-Managementsystem der TMZ angebunden. Das CLS-Managementsystem wiederum ist an das Leitsystem der TWS anschlossen. Dabei konnte das stufenweise Schalten einer PV-Anlage durch die Netzleitstelle simuliert werden.

Dieser erfolgreich durchgeführte Labortest bildet, wie die beteiligten Unternehmen jetzt mitteilen, die Ausgangslage, um in den nächsten Schritten mehrere FNN-Steuerboxen in Gruppen zusammenzuschalten. Die Gruppen sollen anhand der Art der Flexibilität oder Zugehörigkeit zu Ortsnetzen kategorisiert werden. In den kommenden Monaten will man den Projektumfang um die Übertragung von Einspeisedaten aus den Netzanschlusspunkten erweitern.

Ziel ist es, so die Projektpartner, den Verantwortlichen der Netzführung ein System bereitzustellen, um Flexibilitäten in Niederspannungsnetzen sicher und effizient steuern zu können. Dies gewinne spätestens bei der Einführung des potenziellen Redispatch 3.0 an Bedeutung. An der Umsetzung des Vorhabens waren auch die Firmen Robotron Datenbank-Software, GISA und Swistec beteiligt.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Dienstag, 09.08.2022, 12:50 Uhr

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