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Enerige & Management > Bayern - "Wasserstoffkümmerer" sollen Hochlauf forcieren
Bild: Fotolia, saschi79
BAYERN:
"Wasserstoffkümmerer" sollen Hochlauf forcieren
Den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft in Bayern will das bayerische Wirtschaftsministerium mit drei Fachleuten als "H2-Multiplikatoren" vorantreiben. 
 
An der Landesagentur für Energie und Klimaschutz (LENK) in Regensburg sollen die drei Fachleute tätig sein. Wie ein Sprecher des Bayerischen Landesamtes für Umwelt gegenüber E&M mitteilte, läuft die Ausschreibung der Positionen seit dem 17. Juni.

Als Ansprechpartner für Kommunen und Unternehmen sollen die gesuchten Fachleute agieren und bei konkreten Wasserstoffprojekten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Erste Projektideen für den Aufbau möglicher Wasserstoff-Infrastruktur, wie Elektrolyseure oder Tankstellen, sollen sie bewerten und mögliche Realisierungsoptionen aufzeigen.

Den künftigen drei "Wasserstoffkümmerern" obliegt es, geeignete Förderprogramme für die Projekte zu identifizieren und den Transfer von Forschungserkenntnissen in die Anwendung sicherzustellen, wie in der Stellenausschreibung   zu lesen ist. Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 1. Juli 2021.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sieht die Fachleute laut einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums als "wichtige Impulsgeber für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft" in Bayern. Aiwanger: "Neben den bereits angestellten Windkümmerern soll es mit den Wasserstoffkümmerern weitere Ansprechpartner für die dringend benötigte Beschleunigung der Energiewende geben."

Die Fachleute sollen, wie es weiter heißt, in enger fachlicher und organisatorischer Abstimmung mit dem "Zentrum Wasserstoff.Bayern" (H2.B) agieren. Dieses hatten im September 2019 Hubert Aiwanger und Markus Söder (CSU) vorgestellt. Aufgabe des H21.B ist es, eine Wasserstoffstrategie für Bayern zu erarbeiten und dabei Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit einbeziehen. Koordiniert wird das H2.B von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Energiecampus in Nürnberg. Sie sollen geeignete Wasserstoff-Demonstrationsprojekte identifizieren, initiieren und forschend begleiten.
 

Davina Spohn
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