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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Wallboxen: Gekauft wird, was verbaut wird
Telekom-Mitarbeiter beim Einrichten der Wallbox, Quelle: Deutsche Telekom
ELEKTROFAHRZEUGE:
Wallboxen: Gekauft wird, was verbaut wird
Die E-Auto-Zulassungszahlen boomen und treiben in der Folge auch die Installation von Lademöglichkeiten an, so eine Studie von EUPD. 
 
Im November erreichte der Anteil der reinen Elektroautos an den Pkw-Neuzulassungen erstmals die 20-Prozent-Marke. Das wirkt sich laut einer Studie von EUPD Research auch auf den Markt von Ladestationen aus. Allerdings funktioniert dieser Markt bislang sehr bedarfsabhängig: Mit 81 Prozent erfolgt der Großteil der Produktkäufe der Installateure in 2021 direkt auf Kundennachfrage.

Der bisherige Boom an Investitionen in private Ladestationen stützt sich insbesondere auf das mittlerweile gestoppte Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und führte dazu, dass sich binnen kurzer Zeit ein Massenmarkt für Ladestationen in Deutschland etabliert hat. E-Autofahrer können mittlerweile aus einer großen Palette von Lademöglichkeiten auswählen: Im Oktober 2021 umfasste das deutschlandweite Angebot von über 200 Anbietern knapp 900 Produkte.

In der aktuellen Studie „Marktmonitor Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Deutschland 2021“ zeigt der Bonner Markt- und Wirtschaftsforscher EUPD Research, dass die Hälfte der aktuellen Modelle sich sowohl für den privaten, halb-öffentlichen als auch den öffentlichen Raum eignet. Das gegenwärtige Angebot an Ladestationen werde hierbei von AC-Wallboxen dominiert.

In dem noch jungen Markt der Elektromobilität agieren Installateure durch den stark wachsenden Markt für Ladestationen aktuell sehr bedarfsabhängig, wie die Untersuchungsergebnisse belegen. Mit durchschnittlich 81 Prozent dominiert in 2021 der Produktkauf nach Kundennachfrage. Die Beschaffung höherer Stückzahlen zu geringeren Stückkosten oder der Produktkauf zur Lagerhaltung liegt bislang lediglich bei einer Minderheit der Installateure vor. Gleichermaßen warten lediglich fünf Prozent der Installateure auf Sonderangebote oder Rabattaktionen, um ihre Bestellungen für Ladestationen zu tätigen.

Das Verhalten der befragten Installateure spiegelt aber auch den aktuellen Markt wider, der aufgrund der hohen Kundennachfrage und den sich erst aufbauenden Produktionskapazitäten auf Seiten der Hersteller derzeit von längeren Lieferzeiten und -engpässen geprägt ist.

„Mit dem weiteren Wachstum der Elektromobilität in Deutschland erwarten wir mittelfristig einen förderunabhängigen Markt für Ladestationen. Entsprechend wird sich auch das Beschaffungsverhalten der Installateure verändern“, kommentiert Christine Koch, Studienleiterin des Marktmonitor Ladestationen bei EUPD Research.
 
Einkaufsverhalten der Installateure bei Ladestationen
(zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)
Quelle: EUPD Research
 

Peter Koller
Redakteur
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Dienstag, 07.12.2021, 13:38 Uhr

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