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Enerige & Management > Wärme - Wärmepumpen punkten mit Wirtschaftlichkeit
Bild: Shutterstock, JPC-PROD
WÄRME:
Wärmepumpen punkten mit Wirtschaftlichkeit
Das Bonner Beratungshaus EUPD Research hat die wichtigsten Entscheidungskriterien für den Kauf eines neuen Heizsystems herausgefiltert sowie die meist favorisierten Heizungen abgefragt.
 
In einer Umfrage unter 504 Hausbesitzerinnen und -besitzern kristallisierten die Marktforscher von EUPD Research die Kriterien heraus, die über den Kauf eines neuen Heizungssystems entscheiden. 

Zur Auswahl standen den Befragten vier Antwortmöglichkeiten: Ökologie, Verfügbarkeit, technologische Reife und Wirtschaftlichkeit. 67 % entschieden sich für die Wirtschaftlichkeit als wichtigstes Entscheidungskriterium beim Kauf einer neuen Heizung. Dagegen sahen 57 % in der technologischen Reife und 47 % in der Verfügbarkeit des Heizsystems einen sehr wichtigen Aspekt beim Heizungskauf. Für die Ökologie des Systems als zentrales Kriterium entschied sich nur knapp ein Drittel der Befragten.

In einem zweiten Schritt baten die Bonner Marktforscher die Befragungsteilnehmer, die vier Entscheidungsaspekte an den aktuell am Markt befindlichen Heizungssystemen anzulegen. 

Als bestes Heizsystem in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit entschieden sich die meisten für die Solarthermie und die Wärmepumpe. Die Gasheizung als die mit Abstand am weitesten verbreitete Heizungsanlage in Deutschland spiegelt sich in den hohen Werten zur Verfügbarkeit und zur technologischen Reife wider. Als ökologisch beste Heizungslösung sehen nur 9 % der Befragten die Gasheizung. Am besten konnten hier erneut die Solarthermie und die Wärmepumpe abschneiden.
 
Meist ausgewähltes Heizsystem
Quelle: EUPD Research, The smarter E Europe, DCTI 2021

Der Reiz zur Umstellung des Heizsystems ist laut EUPD Research hoch. So habe sich mit dem Jahreswechsel für den überwiegenden Teil der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland die Wärmeversorgung in den eigenen vier Wänden verteuert. Als Grund führen die Marktforscher die neu eingeführte CO2-Steuer an, die die Kosten für jeden Kubikmeter Erdgas oder jeden Liter Heizöl, der in der konventionellen Heizungsanlagen verbrannt wird, leicht erhöht hat, Tendenz steigend. 

Zudem verweist EUPD Research auf statistische Auswertungen des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks - Zentralinnungsverband (ZIV), laut denen beim derzeitigen Heizungsbestand ein massiver Investitionsbedarf besteht. Untersuchungen zeigen, dass bis zu 70 % der Heizungen als veraltet gelten.

Zum Stichwort Wärmepumpe: Ein 40-%-Wachstum bei den Wärmepumpen vermeldete der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) zu Beginn dieses Jahres. Danach wurden im vergangenen Jahr 120.000 Anlagen in Deutschland installiert. Weniger erfreulich: Mit insgesamt knapp über einer Million installierter Heizungswärmepumpen liegt Deutschland im internationalen Vergleich dennoch weit zurück. Bei 21 Mio. Heizungssystemem ist der Weg zur Klimaneutralität im Gebäudesektor hierzulande noch weit. Laut aktuellen Klimastudien müssten für die Erreichung der Klimaziele die zweite Million Wärmepumpen bereits im kommenden Jahr installiert sein.
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Donnerstag, 18.03.2021, 11:36 Uhr

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