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Enerige & Management > Contracting - Wärme, Kälte und Solarstrom für Exzellenzzentrum
Heizraum mit Doppelkesselanlage bei Bruker. Bild: Südwärme
CONTRACTING:
Wärme, Kälte und Solarstrom für Exzellenzzentrum
Am Standort Ettlingen der „Bruker BioSpin MRI“, einem Hersteller für Geräte der Magnetresonanzanalyse, hat Südwärme die energetische Versorgung eines Exzellenzzentrums übernommen.
 
Der neue Bruker-Campus wird zukünftig bis zu 1.000 Mitarbeitenden Platz bieten für ihre Arbeit und Forschung. Zu diesem Zweck wurden in Ettlingen (Baden-Württemberg) zwei bisherige Firmenstandorte zusammengelegt.

„Der Ausbau des Standorts Ettlingen ist ein echtes Innovationsprojekt für Bruker, ein weltweit einmaliges dazu. Denn hier in der Technologieregion liegen unsere Wurzeln und hier wollen wir unser einzigartiges Know-how in der instrumentellen Analytik basierend auf Magnetresonanz und unsere jahrelange Erfahrung als Lieferant passgenauer Lösungen bündeln, sichern und weiter ausbauen“, sagte Bruker-CEO, Frank Laukien, beim Spatenstich im Mai 2019.

1960 gründete der Physiker Günther Laukien das Unternehmen Bruker aus der damaligen Technischen Universität Karlsruhe heraus zur Entwicklung und zum Vertrieb analytischer Messtechniken. Die Bruker-Unternehmenszentrale liegt heute in der Nähe von Boston, Massachusetts.

Im Rahmen der Zusammenlegung wurden in Ettlingen zwei neue Gebäude errichtet, in denen die Forschung und Entwicklung sowie die Produktion von MRT-Geräten untergebracht werden. Im Zuge der Erweiterung und des Neubaus musste man auch die bestehende und in die Jahre gekommene Wärmeversorgung erneuern. Der gesamte hohe Energiebedarf an Kälte und Strom sollte zusätzlich abgedeckt werden.
 
Die neue Kälteanlage in Containerbauweise in Ettlingen. Bild: Südwärme

Die Versorgung der Anlagen und Gebäude wurde an den Contractingdienstleister Südwärme vergeben. Das Vorhaben umfasste Planung, Finanzierung und Bau sowie den Betrieb inklusive Vollgarantiewartung. Die nun in Betrieb genommenen Energieerzeugungsanlagen bestehen bei der Wärmeversorgung aus zwei Gasbrennwertkesseln mit je 750 kW; den hohen Kältebedarf stellen Kaltwassersatzmaschinen bereit (2 x 500 kW, 2 x 800 kW sowie eine 260-kW-Maschine aus dem Bestand). Die Stromerzeugung erfolgt über eine 99-kW-Photovoltaikanlage.

Dieses Projekt zeigt laut Südwärme, welche Prioritäten in der Industrie bei Entscheidungen in Sachen Energiecontracting im Vordergrund stehen: Neben einer ökonomisch und ökologisch überzeugenden Anlagenkonzeption seien die professionelle Betriebsführung inklusive Vollgarantiewartung zur Absicherung einer hohen Verfügbarkeit und Betriebssicherheit sowie die komplette organisatorische Verwaltung der Energieerzeugungsanlagen wichtige Kriterien.
 

Heidi Roider
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