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Enerige & Management > Windenergie - Wachstumstrend bleibt intakt
Bild: DONG Energy
WINDENERGIE:
Wachstumstrend bleibt intakt
Angesichts niedriger Zinsen bleiben Windenergieprojekte für Investoren auch in den nächsten Jahren eine beliebte Assetklasse. Die Commerzbank sieht eine intakte globale Ausbaudynamik.
 
Eine intakte weltweite Wachstumsdynamik sieht die Commerzbank für die globale Windenergie, auch wenn die Märkte und Zielsetzungen sich zunehmend verändern. Als Wachstumstreiber für den Ausbau der erneuerbaren Energien werden der weiterhin steigende globale Energiebedarf, der Klimawandel, die geopolitisch unsichere Versorgungslage bei fossilen Primärenergieträgern und die sinkenden Gestehungskosten für Strom aus regenerativen Quellen identifiziert. Diese Faktoren bleiben stabil und werden auch künftig zu weiterem Wachstum führen, sagt Günter Tallner, Bereichsvorstand Nord Mittelstand und Erneuerbare Energien der Commerzbank AG.

In Hamburg hat die Bank ein 50-köpfiges Competence Center Energy aufgebaut, um die Marktentwicklung zu beobachten und Projekte zu finanzieren. Rund 4 Mrd. Euro Kreditvolumen hat die Bank aktuell an Projektfinanzierungen ausgegeben. Im Vorfeld der Branchenmesse WindEnergy, die vom 27. bis 30. September in Hamburg stattfinden wird, gab das Team nun eine neue Markteinschätzung ab.

Weltweit wird eine Verschiebung des Wachstums von Europa nach Asien sowie kurz- bis mittelfristig nach Nordamerika beobachtet. Auch technologisch gebe es Verschiebungen. So sei zu erwarten, dass im Hinblick auf den jährlichen Kapazitätszubau sich das Verhältnis von Offshore zu Onshore von derzeit 5 % auf rund 25 % in den nächsten zehn Jahren erhöhen werde. Deshalb sieht die Commerzbank vor allem auch im Offshoremarkt weiterhin große Wachtsumspotenziale. Das Investitionsvolumen der genehmigten Offshore-Windparks liegt aktuell bei 100 Mrd. Euro. Insgesamt reife der Offshore-Markt zügig und werde zunehmend standardisiert, so dass die Kosten weiter sinken werden.

Für die nächsten Jahre erwartet die Commerzbank im Onshore-Geschäft eine Abflachung des Wachstums. Bei Herstellern von Windanlagen steige der Wettbewerb, weshalb die Bedeutung von Skaleneffekten zunehme und den Konsolidierungsdruck auf die Branche erhöhen dürfte, sagte Tallner. Für den deutschen Markt sieht er ein Ende der „Sturm-und-Drang-Zeit“. Das Wachstum des deutschen Windmarkts mit On- und Offshoreprojekten zusammen soll von derzeit jährlich 9 % aus den vergangenen zehn Jahren auf künftig 5 % jährlich in den nächsten zehn Jahren absinken. Die Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2017 mit einer auf Ausschreibungen basierenden Mengensteuerung wird zu einer größeren Professionalisierung und einem steigenden Wettbewerb in der Branche führen. Der Wachstumsrückgang in Deutschland hänge aber auch mit dem schleppenden Netzausbau zusammen, der mit dem Zubau erneuerbarer Energien nicht Schritt halte und so zu höheren Kosten führe.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Mittwoch, 21.09.2016, 16:53 Uhr

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