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Bild: Shutterstock, kittipong sirirattatanon
PHOTOVOLTAIK:
Vonovia will mehr Mieterstromanlagen bauen
Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia will mehr Photovoltaikanlagen auf seinen Häusern errichten. Auf einem Drittel der Dächer könnten rund 180.000 kWh Solarstrom erzeugt werden.
 
In der Online-Hauptversammlung des Wohnungskonzern Vonovia kündigte Vorstandschef Rolf Buch eine Ausweitung des Mieterstroms an. „Wir werden das Geschäftsfeld Photovoltaik stark ausbauen“, sagte er am 16. März. Bereits heute erzeugten Solaranlagen auf den Dächern von Wohngebäuden des Dax-Konzerns rund 15 Mio. kWh Strom im Jahr. Das seien knapp 20 % des gesamten von Vonovia selbst an die Mieter gelieferten Stroms.

Der Immobilienkonzern baue seit einigen Jahren das Geschäft mit Dienstleistungen rund um die Wohnungsvermietung aus. Vonovia sei inzwischen nicht nur das größte Handwerksunternehmen in Deutschland, sondern auch der größte Garten- und Landschaftsbaubetrieb. Das Unternehmen vermietet in Deutschland rund 355.000 Wohnungen.

Solarstrom und energetische Sanierung im Fokus

Im Jahr 2019 hatte das Unternehmen ein „1.000 Dächer“-Programm begonnen. Damit sollen jährlich 4.300 Tonnen CO2 eingespart werden. „Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit“, sagte Buch. Die Vonovia unterstütze das Ziel der Bundesregierung, den Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral zu gestalten. Das Programm war in Dresden und München gestartet.

Am 17. März hatte das Unternehmen eine grüne Anleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Zinssatz von 0,625 % ausgegeben, mit der Investitionen für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (gute Unternehmensführung) finanziert werden sollen. „Wir reduzieren den CO2-Fußabdruck unserer Gebäude aus den 50er- und 60er-Jahren seit 2015 konsequent durch energetische Modernisierung“, erläuterte Helene von Roeder, Finanzvorständin von Vonovia.
 
Auch auf den Dächern der Vonovia Unternehmenszentrale in Bochum wird Solarstrom erzeugt
Bild: Simon Bierwald/Indeed Photography
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Freitag, 16.04.2021, 15:33 Uhr

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