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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Volkswagen eröffnet Forschungszentrum für Batteriezellen
Quelle: Jonas Rosenberger
ELEKTROFAHRZEUGE:
Volkswagen eröffnet Forschungszentrum für Batteriezellen
Der Automobilkonzern will ab 2025 in Salzgitter eine „Volkswagen Einheitszelle“ produzieren.
 
Noch wird geforscht und getestet. Insgesamt 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen in den vier Laboren von Volkswagen Group Components künftig Batteriezellen entwickeln, Materialien erproben und analysieren und auf ihre Praxistauglichkeit testen. Vielversprechende Innovationen können direkt in einer Pilotlinie in Kleinserie produziert werden. Dafür will das Unternehmen insgesamt rund 70 Mio. Euro investieren, wie es in einer Mitteilung heißt.

Der Volkswagen Standort Salzgitter sei ein Beispiel dafür, wie die Transformation der deutschen Automobilwirtschaft von konventionellen Antrieben zur E-Mobilität gelingen könne, sagt Thomas Schmall. „Wir siedeln Spitzenforschung an und schaffen damit als Vorreiter der Branche die Arbeitsplätze von morgen“, so der Technik-Vorstand der Volkswagen AG und Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Group Components, der im Konzern markenübergreifend für die „Technologie-Roadmap Batterie und Laden“ verantwortlich ist.

Synergien schaffen und Batteriekosten um bis zu 50 % senken

„Mit der Eröffnung der Labore haben wir den nächsten strategischen Meilenstein erreicht. Jetzt treiben wir die Vorbereitungen für unsere eigene Zellfertigung mit aller Kraft voran“, betont Schmall. Diese Zellfertigung schließt Partner in ganz Europa ein und ist auf sechs Giga-Fabriken ausgelegt, die bis 2030 einen jährlichen Ausstoß von 240 Mio. kWh Speicherkapazität erreichen sollen. „Perspektivisch“ sollen aus einer Giga-Fabrik am Standort Salzgitter Zellen mit einer Speicherkapazität von 40 Mio. kWh kommen. Mit der neuen Einheitszelle will VW nach eigenen Angaben Synergien schaffen und die Batteriekosten um bis zu 50 % senken.

Derzeit sind nach Konzernangaben im „Center of Excellence Batteriezelle“ in Salzgitter rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon 160 in der Zellentwicklung. Bis Ende 2022 soll die Belegschaft auf mehr als 1.000 Personen angewachsen sein, von denen dann rund 250 in Forschung und Entwicklung tätig sein werden.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, sind die vier Labore vor Ort in Bereiche gegliedert: in eine Zellentwicklung, die Analytik von Komponenten und Rohmaterialien, den Bereich Umwelt- und Sicherheit sowie ein elektrisches Prüffeld. Dort werden beispielsweise bereits die Auswirkungen von schnellem Laden und Entladen auf die Leistungsfähigkeit und die Alterung von Zellen untersucht. Im Test seien unter anderem Zellen, die eine Erhöhung der Akkuleistung von 5 auf 80 % in 12 Minuten erlauben.
 

Fritz Wilhelm
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Dienstag, 14.09.2021, 15:34 Uhr

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