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Enerige & Management > Gasnetz - Vereintes Gasmarktgebiet noch nicht sicher
Bild: Fotolia.com, WestPic
GASNETZ:
Vereintes Gasmarktgebiet noch nicht sicher
Der Bundesrat will bei der nächsten Sitzung über das Vorhaben der Bundesregierung, die beiden Gasmarktgebiete zu vereinen, abstimmen. Ausschüsse der Länderkammer votieren dagegen.
 
Der federführende Wirtschaftsausschuss und der Ausschuss für Innere Angelegenheiten des Bundesrates empfehlen der Länderkammer, der geplanten Vorgabe der Gasnetzzugangsverordnung, die beiden bestehenden deutschen Gasmarktgebiete Netconnect Germany und Gaspool zum 1. April 2022 zusammenzulegen, nicht zuzustimmen. Die grundsätzliche Entscheidung über eine Marktgebietsintegration sei mit weitreichenden Folgen verbunden und sollte daher nur auf der Basis einer konkreten Kosten-Nutzen-Analyse erfolgen, fordern die Ländervertreter.

Der anvisierte Zeitpunkt der Zusammenlegung der beiden deutschen Marktgebiete sei keinesfalls zwingend. Offene Fragen etwa zu den monetären Auswirkungen sowie zu möglicherweise durch die Zusammenlegung hervorgerufenen Kapazitätsengpässen sollten zuvor geklärt werden, plädieren sie für eine Verschiebung der Entscheidung.

Die Bundesregierung hatte im Mai im Zuge einer Novellierung der Gasnetzzugangsverordnung beschlossen, die beiden deutschen Gasmarktgebiete bis 2022 zusammenzulegen. Sie verspricht sich davon eine Stärkung der Liquidität des deutschen Gasmarkts und will damit die Weichen für künftige europäische Entwicklungen stellen und eine dauerhafte Trennung des deutschen Gasmarktes durch mögliche grenzüberschreitende Marktgebietszusammenlegungen verhindern.

Die Position in der deutschen Gaswirtschaft ist nicht einheitlich. Die Fernleitungsnetzbetreiber sehen eher keinen Änderungsbedarf oder plädieren wie Open Grid Europe mehr für grenzüberschreitende Zusammenlegungen. Gashändler dagegen halten den Vorschlag der Bundesregierung für nachvollziehbar und sinnvoll.

Die von der Bundesregierung eingebrachte Erste Verordnung zur Änderung der Gasnetzzugangsverordnung, die eine Marktgebietszusammenlegung vorsieht, steht auf der Tagesordnung des Bundesrates für die Sitzung am 7. Juli in Berlin.
 

Peter Focht
Redakteur
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Donnerstag, 29.06.2017, 11:18 Uhr

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