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Enerige & Management > Verbände - Verbraucherzentrale fordert niedrigere Strompreise
Bild: ghazii / Fotolia
VERBÄNDE:
Verbraucherzentrale fordert niedrigere Strompreise
Die Strompreise an der EEX geben aktuell deutlich nach, dennoch zahlen die Verbraucher höhere Strompreise. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) mahnt die Stromanbieter an.
 
„Die fallenden Großhandelspreise für Strom müssen endlich bei den Verbrauchern ankommen“, fordert Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Es könne nicht sein, dass viele Stromanbieter ihre Preise sogar erhöhen, obwohl sich der Börsenstrompreis gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2018 und 2019 halbiert habe. Derzeit liegt er bei unter zwei Cent pro Kilowattstunde. 

„Würden die Anbieter den gesunkenen Börsenstrompreis vollständig weitergeben, würde ein Durchschnittshaushalt mit 3.500 kWh pro Jahr aktuell rund 75 Euro einsparen“, rechnet Müller vor. Die Realität sieht jedoch laut VZBV anders aus: Der Verband zieht Zahlen des Vergleichsportals Verivox vom 3. März heran, wonach die Stromrechnung aller privaten Haushalte in Deutschland zusammengenommen steigen soll: von 36 Mrd. Euro in 2018 auf 39 Mrd. Euro in 2020. 

Der Verband wirft den Energieversorgern vor, durch gesunkene Beschaffungskosten eigene Gewinne maximieren zu wollen. Angesichts der Corona-Krise appelliert Müller an die Energieversorger, Verbraucher durch eine niedrigere Stromrechnung zu entlasten.

Auch die Politik sieht er in der Pflicht: "Deutschland hat bereits die höchsten Strompreise für Verbraucher in der EU. Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung zusätzlich die Umlagen, Abgaben und Steuern auf Strom senkt. Diese machen 75 Prozent des Strompreises aus." 
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Mittwoch, 25.03.2020, 13:12 Uhr

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