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Enerige & Management > Smart Meter - Verbraucher wollen intelligente Zähler
Quelle: Shutterstock / LeahKat
SMART METER:
Verbraucher wollen intelligente Zähler
Mehr als die Hälfte der Deutschen fordert laut einer aktuellen Umfrage von Bitkom einen schnelleren Smart-Meter-Rollout.
 
Der Wille ist da, doch oft hapert es am Wissen. Acht von zehn Menschen in Deutschland wollen Strom sparen, um so einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Mehr als zwei Drittel wünschen Transparenz zum Verbrauch einzelner Geräte. Und immer mehr wollen wissen, zu welcher Tageszeit sie welche Strommengen verbrauchen. Rund 57 % interessieren sich mittlerweile für Smart Meter. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor.

Doch auch das zeigt die Umfrage: 40 % wissen noch nicht einmal, wie hoch ihr jährlicher Stromverbrauch ist. 30 % können ihre monatlichen Abschlagszahlung nicht beziffern.

Immerhin jeder Fünfte kann sich demnach bereits die Nutzung eines Smart Meter "auf jeden Fall vorstellen". Nur "eher vorstellen" können sich dies 37 % der Befragten. Zwei Jahre ist es her, dass die ersten digitalen, internetfähigen Messgeräte für Wärme oder Strom herauskamen. Damals zeigten sich nach Angaben des Bitkom-Verbandes erst 36 % der Menschen offen für diese Technologie. Deren Bekanntheitsgrad ist seither deutlich gestiegen. Waren es 2020 noch mehr als 40 %, denen der Begriff Smart Meter nichts sagte, sind es jetzt noch 33 %.

Vielen geht der Roll-Out der Zähler zu langsam voran. 60 % der Umfrageteilnehmer fordern die Beschleunigung des Smart-Meter-Ausbaus. Knapp die Hälfte meint, dass energiesparende Smart-Home-Technologien stärker staatlich gefördert werden müssten. "Deutschland muss schnell Anreize schaffen, um den Rollout zu beschleunigen, etwa durch Förderprogramme, weniger Bürokratie, kosteneffiziente Lösungen und realitätsnahe technische Standards", sagt Bitkom-Präsidiumsmitglied Matthias Hartmann. Neben konkreten Beratungsangeboten für Verbraucherinnen und Verbraucher und einem beschleunigten Smart-Meter-Rollout sei es auch nötig, die Nutzung anonymisierter Verbrauchsdaten zu erleichtern, um so weitere Einsparpotenziale zu heben.

Rund 60 % der Nutzerinnen und Nutzer möchten laut Bitkom "auf ihr persönliches Verhalten ausgerichtete Informationen, wie sie direkt Strom sparen können". Mehr als die Hälfte (54 %) würde gerne den CO2-Ausstoß kennen, der aus dem eigenen Verbrauch resultiert. "Während wir auf dem Smartphone jederzeit unser verbrauchtes Datenvolumen einsehen können und Autos in Echtzeit den Spritverbrauch anzeigen, gibt es eine solche Transparenz beim Stromverbrauch zu Hause in der Regel nicht", sagt Hartmann. Digitale Technologien könnten der Energiewende "jetzt einen entscheidenden Boost verleihen".
 

Manfred Fischer
© 2022 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 16.03.2022, 17:23 Uhr

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