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Enerige & Management > Kernkraft - Vattenfall zieht Bilanz in Brunsbüttel
Bild: MJGI, Schleswig-Holstein
KERNKRAFT:
Vattenfall zieht Bilanz in Brunsbüttel
Auf der Suche nach korrodierten Atommüllfässern im stillgelegten Kernkraftwerk Brunsbüttel hat der Energiekonzern die Inspektion der unterirdischen Kavernen abgeschlossen und eine vorläufige Bilanz gezogen.
 
Insgesamt wurden in den sechs Kavernenspeichern 573 Fässer mit schwach- bis mittelradioaktiven Abfällen aus dem Betrieb des Kernkraftwerks untersucht. Von diesen 573 Fässern hätten 154 Behälter erhebliche Beschädigungen aufgewiesen. In der zuletzt untersuchten Kaverne 6 waren 164 Fässer inspiziert worden, 18 Behälter wiesen starke Auffälligkeiten auf. Weitere 57 Atommüllfässer hätten wegen ihrer Lagerung in rechteckigen offenen Stahlcontainern, so genannten Mulden, allerdings nicht vollumfänglich mit einer Kamera untersucht werden können. Diese Behälter sollen nun im Rahmen der geplanten Leerung der Kavernen genauer inspiziert werden, teilte Vattenfall am 8. Dezember mit.

In Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden in Schleswig-Holstein hat der Energiekonzern ein Bergungskonzept für die Atommüllfässer entwickelt. Die teilweise stark korrodierten Behälter sollen nun in verschiedene Schadenskategorien klassifiziert und je nach Kategorie über unterschiedliche Greifvorrichtungen geborgen werden. Anschließend sollen die Fässer in Spezialbehälter für die Endlagerung im niedersächsischen Schacht Konrad umgefüllt werden. Schacht Konrad war eigentlich schon Mitte der 1990er Jahre als Endlager für schwachradioaktive Abfälle vorgesehen. Die Fertigstellung war aber immer wieder verschoben worden, nach Angaben des Bundesumweltministeriums sei nun mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025 zu rechnen. Bis zum Abtransport nach Schacht Konrad werden die geborgenen und gesicherten Behälter in Transportbereitsstellungshallen in Brunsbüttel weiter zwischengelagert.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Montag, 08.12.2014, 16:04 Uhr

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