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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Vattenfall und BASF vertiefen Zusammenarbeit
Quelle: Vattenfall
WINDKRAFT OFFSHORE:
Vattenfall und BASF vertiefen Zusammenarbeit
Vattenfall und BASF beteiligen sich an der Ausschreibung für den Offshore-Windpark Hollandse Kust West. Ein anderes gemeinsames Projekt, Hollandse Kust Zuid, ist bereits im Bau.
 
Vattenfall wird an der Windparkausschreibung für die Standorte VI und VII Hollandse Kust West teilnehmen und mit BASF bei Standort VI zusammenarbeiten. Die Offshore-Windparks seien für sie von großer Bedeutung, um ihre jeweiligen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, teilen die Unternehmen mit.

Die Windparkzone Hollandse Kust West liegt etwa 53 Kilometer vor der Westküste der Niederlande. Die gesamte Fläche wird in zwei getrennten Ausschreibungen (Standorte VI und VII) versteigert. Jeder der beiden Standorte soll 700 MW Offshore-Windkraftkapazität umfassen.

Vergabe anhand qualitativer Kriterien

Um die Ausschreibung für Standort VI zu gewinnen, müssen die Bieter ökologische Maßnahmen in ihr Konzept aufnehmen, während Standort VII Investitionen und Innovationen erfordert, die für das niederländische Energiesystem von Vorteil sind. Eine Vergabe wird für nach dem Sommer erwartet.

Helene Biström, Leiterin des Geschäftsbereichs Wind bei Vattenfall, hob vor allem die Entscheidung der niederländischen Regierung hervor, Standorte auf der Grundlage qualitativer Kriterien zu vergeben. „Dieser Ansatz drängt die Entwickler, ihre besten Vorschläge zu liefern, stimuliert Innovationen und sieht die Niederlande an der Spitze der Offshore-Windentwicklung.“ Auch hob sie das Ziel ihres Unternehmens hervor, innerhalb einer Generation ein fossilfreies Leben zu schaffen.

Zum Vergleich: Deutschland vergibt Offshore-Windparkflächen bisher ausschließlich nach einem quantitativen Kriterium: dem gebotenen Garantiepreis für den zu erzeugenden Strom. In der jüngsten Runde im September 2021 lag dieser in allen drei vergebenen Flächen bei 0 Ct/kWh. Zweimal musste sogar das Los entscheiden.

Im Osterpaket der Bundesregierung sollen für eine neue Gebotsklasse, die "nicht zentral voruntersuchten Flächen", ebenfalls qualitative Kriterien eingeführt werden, neben einem quantitativen Kriterium, der sogenannten Gebotskomponente. Der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore (BWO) lehnt dieses Ausschreibungsdesign vehement ab, der Offshore-Verband Wab hat sich öffentlich nur verhalten positiv dazu geäußert.

Hollandse Kust Zuid soll schon nächstes Jahr fertig sein

„Offshore-Windparks werden eine entscheidende Rolle für den Einsatz innovativer, emissionsarmer Technologien in unserer Chemieproduktion in Europa spielen", erklärte Lars Kissau, seit Jahresanfang President des "Net Zero Accelerators" bei der BASF. Die Beteiligung sei ein Schritt, der „unseren Bedarf an zusätzlichen Mengen an erneuerbarer Energie mit ökologischen Aspekten im Meeresbereich verbindet“. Der Chemiekonzern will bis 2050 CO2-neutral produzieren. 

Der Windpark Hollandse Kust West, der 2026 ans Netz gehen soll, ist nicht das erste gemeinsame Vorhaben von Vattenfall und BASF: Bereits in der Bauphase befindet sich Hollandse Kust Zuid, 18 bis 36 Kilometer vor der südholländischen Küste. 140 Anlagen von Siemens Gamesa sollen hier ab 2023 rund 1.500 MW leisten. Nach Angaben der Partner handelt es sich um den ersten subventionsfreien Offshore-Windpark in der niederländischen Nordsee. Eine "Environment & Sustainability Unit", die Vattenfall aufgebaut hat, um Umweltauswirkungen von Projekten zu erforschen, betreibt bei Hollandse Kust Zuid gemeinsam mit Naturschutzorganisationen Studien zu naturintegrativen Turbinengründungen.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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