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Bild: Siemens
SMART METER:
Unternehmen sollen Digitalisierungsstrategien entwickeln
Die Metering Days 2017 haben begonnen. ZVEI-Präsident Michael Ziesemer mahnte, die Digitalisierung nicht als Selbstzweck zu begreifen.
 
Zur Eröffnung der diesjährigen Metering Days in Fulda beklagte Michael Ziesemer, Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI), mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl, dass sich die Parteien nur sehr unkonkret in ihren Wahlprogrammen zur Digitalisierung der Energiewende geäußert hätten. Dabei sei das „Tempo-Thema“ Digitalisierung eine wesentliche Voraussetzung, um die Energiewende zum Erfolg zu führen und damit auch die Klimaziele zu erreichen.

An die Adresse der nächsten Bundesregierung richtete er die Botschaft, sie müsse für einen verlässlichen Rahmen sorgen, in dem eine wirtschaftliche Umsetzung der Energiewende möglich sei. Man dürfe seiner Überzeugung nach aber die Energiewende nicht nur von den Erneuerbaren her denken, sondern müsse auch die Sektorkopplung im Auge behalten und die dafür notwendige Digitalisierung. Nur dann werde auch der Anteil der erneuerbaren Energien wachsen. Grundvoraussetzung dafür sei eine leistungsfähige Infrastruktur, zu der der ZVEI-Präsident auch Speicher zählt. Damit werde das Energiesystem komplexer.

Die Digitalisierung sei der Schlüssel, um diese Komplexität zu beherrschen. Dazu müssen die Unternehmen im Energiemarkt nach Ziesemers Überzeugung jedoch Digitalisierungsstrategien entwickeln und müssen die Kunden auf diesem Weg mitnehmen. So sei es beispielsweise unerlässlich zu kommunizieren, dass das Smart Metering kein Selbstzweck ist, denn nur auf diese Weise lasse sich Akzeptanz für intelligente Messsysteme beim Kunden erreichen. Und von dieser Akzeptanz sei letztlich der Erfolg der Digitalisierung abhängig.

An zwei Ausstellungs- und Konferenztagen diskutieren rund 600 Teilnehmer bei den Metering Days 2017 des ZVEI in Fulda Umsetzungsfragen des anstehenden Rollout intelligenter Messsysteme und datenbasierte Geschäftsmodelle. Es ist die mittlerweile fünfte Veranstaltung ihrer Art, die 2013 nach Angaben von Ziesemer mit 10 Ausstellern begonnen hat. In diesem Jahr präsentieren rund 50 Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen rund um das intelligente Messwesen.
 

Fritz Wilhelm
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Dienstag, 19.09.2017, 14:30 Uhr

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