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Enerige & Management > Unternehmen - Uniper streicht Engineering-Sparte zusammen
Quelle: E&M / Jonas Rosenberger
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Uniper streicht Engineering-Sparte zusammen
Der Energiekonzern Uniper trennt sich von einem großen Teil seines Engineering-Geschäfts. Damit verbunden ist ein deutlicher Stellenabbau.
 
Derzeit erbringt das eigenständige Engineering-Geschäft von Uniper noch Dienstleistungen sowohl für eigene Anlagen des Konzerns als auch für Kunden von Uniper. Das Engineering-Geschäft ist jedoch in der „derzeitigen Aufstellung nicht in der Lage, die strategischen und kommerziellen Erwartungen von Uniper zu erfüllen“, so die Begründung in einer Mitteilung.

Die Pläne sehen vor, dass sich die Engineering-Kompetenzen des Unternehmens künftig auf den Betrieb der eigenen Anlagen und die Wachstumsschwerpunkte Dekarbonisierung und grüne Kundenlösungen konzentrieren. Das Dienstleistungsgeschäft für Dritte im konventionellen Sektor wird laut Uniper eingestellt und auf Engineering-Dienstleistungen für Betreiber kerntechnischer Anlagen als weiteres neues strategisches Geschäftsfeld beschränkt.

Uniper kündigte außerdem bereits einen „erheblichen Personalabbau“ an. Wie viele Stellen genau betroffen sind, gab die Tochter der finnischen Fortum noch nicht bekannt. Der Geschäftsbereich besteht aus mehreren Gesellschaften mit insgesamt etwa 1.100 Mitarbeitenden, die vor allem in Deutschland und Großbritannien ansässig sind. Nähere Informationen sollen Anfang nächsten Jahres bekanntgegeben werden.

Das sich Uniper vom konventionellen Geschäft trennt, hat wohl auch damit zu tun, dass die frühere Eon-Tochtergesellschaft vor rund drei Jahren einen Strategiewechsel vollzogen hat: vom reinen Kraftwerksbetreiber zum Anbieter erzeugungsnaher Dienstleistungen. Uniper verfolgt eine Dekarbonisierungsstrategie. Das geht aus dem Geschäftsbericht für 2020 hervor. Das Ziel, das europäische Erzeugungsportfolio bis 2035 CO2-neutral zu stellen, spielt für den Konzern dabei eine Schlüsselrolle. In Deutschland, so kündigte CEO Klaus-Dieter Maubach Mitte September an, werde das Unternehmen den Kohleausstieg beschleunigen und bis 2025 die Steinkohleverstromung beendet haben.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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