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Enerige & Management > Gasnetz - Uniper steht fest zu Nord Stream
Bild: Nord Stream Verlegung, 11-2010, Bild Nord Stream
GASNETZ:
Uniper steht fest zu Nord Stream
Das Unternehmen weist Berichte über einen Rückzug aus dem Pipelineprojekt wegen möglicher US-Sanktionen zurück.
 
„Klar ist: Wir halten weiterhin an unseren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Nord Stream 2 fest. Uniper wird einer der Finanzierungspartner dieses Projektes bleiben“, heißt es in einem von Uniper veröffentlichten Statement von Finanzvorstand Christopher Delbrück. Verschiedene Medien hatte zuvor berichtet, das Unternehmen könnte wegen möglicher Sanktionen der US-Regierung aus dem Projekt aussteigen. Hintergrund waren Aussagen zu Nord Stream 2 von Delbrück bei einem Journalistengespräch in Frankfurt zu Beginn dieser Woche.
 
Nach Worten Delbrücks sei Uniper nach wie vor von der energiepolitischen Sinnhaftigkeit der Gasleitung für Deutschland und Europa vor dem Hintergrund der rückläufigen Erdgasproduktion in Europa überzeugt. „Dies ist ein Projekt für die nächsten Dekaden und damit immer auch ein Stück unabhängig von den aktuellen Entwicklungen“, teilte Delbrück weiter mit. „Deshalb gehe ich fest davon aus, dass das Projekt Nord Stream 2 auch realisiert wird.“
 
Doppeltes Spiel der Amerikaner?

Die Pipeline Nord Stream 2 ist ein Projekt unter der Führung des russischen Staatskonzern Gazprom. Sie ist aktuell in Bau und soll ab 2019 parallel zur bereits bestehenden Gasleitung Nord Stream 1 Erdgas von Russland nach Deutschland transportieren, genauer nach Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kosten werden mit zehn Milliarden Euro angegeben. Die Hälfte davon kommt von den Konten der europäischen Energieunternehmen Wintershall (Kassel), Uniper (Essen), OMV (Österreich), Shell (Großbritannien) und Engie (Frankreich).
 
Nord Stream 2 wird vor allem in Osteuropa kritisch gesehen. Die neue Pipeline erhöhe die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas,lautet der Vorwurf. Die US-amerikanische Regierung stützt die Kritik aus Osteuropa. Dabei wird Washington aber doppeltes Spiel vorgeworfen. Die US-Regierung agiere in erster Linie gegen Nord Stream, um die Marktchancen für verflüssigtes Erdgas (LNG) aus amerikanischer Produktion in Europa zu erhöhen.
 

Stefan Sagmeister
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Donnerstag, 30.08.2018, 13:01 Uhr

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