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Energie & Management > Wirtschaft - Uniper nabelt sich von KfW-Bank ab
Quelle: E&M
Wirtschaft

Uniper nabelt sich von KfW-Bank ab

Uniper kündigt die letzte Kreditlinie bei der staatlichen KfW-Bank. Frisches Geld sichert sich der Konzern stattdessen am kommerziellen Bankenmarkt.
Das Düsseldorfer Energieunternehmen Uniper löst die letzte KfW-Kreditlinie zum Großteil durch kommerzielle Bankfazilitäten ab. Der Bedarf für die verbleibende Zusicherung der Staatsbank in Höhe von 1 Milliarde Euro habe sich „aufgrund der soliden Finanzlage“ erübrigt, teilt der Konzern mit. Uniper hat sich nach eigenen Angaben zwei bilaterale Bankfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 0,7 Milliarden Euro gesichert. Die Fazilität bei der KfW werde vorzeitig gekündigt.

Mit der Kündigung der Kreditlinie bei der KfW untermauere Uniper „seine gute Position im kommerziellen Bankenmarkt“, heißt es in einer Mitteilung.

Deutschlands größter Gashändler war im Jahr 2022 mit staatlichen Milliardenhilfen gestützt worden. Der Bund wurde mit 99 Prozent Mehrheitseigentümer. Die EU-Kommission hatte die Beihilfe-Genehmigung an eine Reihe von Auflagen geknüpft. Dazu gehörten, dass sich Uniper von zahlreichen Beteiligungen trennt. Im März dieses Jahres zahlte Uniper rund 2,6 Milliarden Euro an Deutschland zurück.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 1 bis 1,3 Milliarden Euro. Für die ersten drei Quartale steht ein bereinigtes Ebitda in Höhe von 641 Milliarden Euro zu Buche. Den Konzernüberschuss bezifferte das Management bei der Vorstellung der Quartalszahlen im November auf 235 Millionen Euro. „Die Ergebnisse im Berichtszeitraum liegen insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen und wir sind auf einem guten Weg, unsere Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025 zu erreichen“, ließ sich Finanzvorstand Christian Barr zitieren.

Im Sommer hatte das Unternehmen einen Stellenabbau angekündigt, 400 Stellen sollen im Jahr 2026 wegfallen. Die geplanten Stellenstreichungen sind Teil eines Sparkurses, mit dem sich Uniper auf die veränderten Marktbedingungen einstellen will.

Dienstag, 23.12.2025, 12:48 Uhr
Manfred Fischer
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Uniper kündigt die letzte Kreditlinie bei der staatlichen KfW-Bank. Frisches Geld sichert sich der Konzern stattdessen am kommerziellen Bankenmarkt.
Das Düsseldorfer Energieunternehmen Uniper löst die letzte KfW-Kreditlinie zum Großteil durch kommerzielle Bankfazilitäten ab. Der Bedarf für die verbleibende Zusicherung der Staatsbank in Höhe von 1 Milliarde Euro habe sich „aufgrund der soliden Finanzlage“ erübrigt, teilt der Konzern mit. Uniper hat sich nach eigenen Angaben zwei bilaterale Bankfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 0,7 Milliarden Euro gesichert. Die Fazilität bei der KfW werde vorzeitig gekündigt.

Mit der Kündigung der Kreditlinie bei der KfW untermauere Uniper „seine gute Position im kommerziellen Bankenmarkt“, heißt es in einer Mitteilung.

Deutschlands größter Gashändler war im Jahr 2022 mit staatlichen Milliardenhilfen gestützt worden. Der Bund wurde mit 99 Prozent Mehrheitseigentümer. Die EU-Kommission hatte die Beihilfe-Genehmigung an eine Reihe von Auflagen geknüpft. Dazu gehörten, dass sich Uniper von zahlreichen Beteiligungen trennt. Im März dieses Jahres zahlte Uniper rund 2,6 Milliarden Euro an Deutschland zurück.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in Höhe von 1 bis 1,3 Milliarden Euro. Für die ersten drei Quartale steht ein bereinigtes Ebitda in Höhe von 641 Milliarden Euro zu Buche. Den Konzernüberschuss bezifferte das Management bei der Vorstellung der Quartalszahlen im November auf 235 Millionen Euro. „Die Ergebnisse im Berichtszeitraum liegen insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen und wir sind auf einem guten Weg, unsere Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025 zu erreichen“, ließ sich Finanzvorstand Christian Barr zitieren.

Im Sommer hatte das Unternehmen einen Stellenabbau angekündigt, 400 Stellen sollen im Jahr 2026 wegfallen. Die geplanten Stellenstreichungen sind Teil eines Sparkurses, mit dem sich Uniper auf die veränderten Marktbedingungen einstellen will.

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