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Enerige & Management > Erdgasfahrzeuge - Unfall mit Erdgasauto aufgeklärt
Bild: E&M
ERDGASFAHRZEUGE:
Unfall mit Erdgasauto aufgeklärt
Die Explosion eines mit Erdgas betriebenen Fahrzeugs im niedersächsischen Duderstadt geht auf einen korrodierten Gastank zurück.
 
Materialschwäche ist die Ursache für den Betankungs-Unfall, der sich mit einem Erdgasauto am 9. September in Duderstadt ereignet hat. Das bestätigte inzwischen die Staatsanwaltschaft Göttingen. Einem von der Ermittlungsbehörde in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass der verrostete Tankbehälter dem Druck bei der Betankung nicht mehr standgehalten habe. Das Eichsfelder Tageblatt hatte zuerst über die Ermittlungsergebnisse berichtet. Danach war aus dem schadhaften Tank Gas ausgetreten, dass dann eine Verpuffung ausgelöst hatte. Dabei war der Fahrzeugbesitzer von herumfliegenden Fahrzeugteilen schwer verletzt worden. Wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, gehörte der betroffene zehn Jahre alte VW Touran zu den Fahrzeugen, die VW wegen möglicher schadhafter Gastanks in die Werkstätten zurückgerufen hatte. Ein Austausch oder eine Nachbesserung des Tanks sei allerdings nicht erfolgt. Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft soll nun ermittelt werden, ob eine mögliche Stilllegung des Fahrzeugs durch VW hätte veranlasst werden müssen oder ob der Fahrzeughalter den Auflagen des Rückrufs nicht nachgekommen ist. VW hatte die Besitzer aufgerufen, bis zur Reparatur kein Erdgas zu tanken.

Von der Rückrufaktion waren rund 35 000 Erdgasfahrzeuge des Volkswagen-Konzerns betroffen. Bei den zwischen 2006 und 2010 gebauten Modellreihen Caddy, Passat und Touran konnten die Gastanks möglicherweise korrodieren. Nach dem Unfall in Duderstadt hatten zahlreiche Mineralölkonzerne ihre Pächter und Tankstellenbetreiber angewiesen, zunächst kein Erdgas mehr zu verkaufen. Die Einschränkungen waren, wie E&M berichtet hatte, allerdings nach wenigen Tagen wieder aufgehoben worden.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Mittwoch, 23.11.2016, 13:45 Uhr

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