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Energie & Management > Stromnetz - Umspannwerk Pulverdingen wird aufgerüstet
So soll die neue Umspannanlage einmal aussehen, Visualisierung: Transnet BW
Stromnetz

Umspannwerk Pulverdingen wird aufgerüstet

Transnet BW hat die Genehmigung für den Neubau und die Erweiterung des Umspannwerks Pulverdingen erhalten. Dort sollen künftig auch Anlagen zur Netzstabilisierung Platz finden.
Um den Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden, soll das 380-kV-Umspannwerk im baden-württembergischen Pulverdingen (Landkreis Ludwigsburg) erneuert und auf 26 Schaltfelder erweitert werden. Außerdem wird es um zusätzliche Betriebsmittel ergänzt. Sie sind, wie der Übertragungsnetzbetreiber mitteilt, notwendig, weil im Zuge des Kernkraft- und Kohleausstiegs sukzessive konventionelle Kraftwerke vom Netz gehen. Die erbringen neben der Stromerzeugung auch weitere relevante Funktionen für das Stromnetz, die jetzt anderweitig kompensiert werden müssen.

„Mit der Erweiterung des Umspannwerks in Pulverdingen erhöhen wir die Übertragungskapazität und sorgen für ein stabiles Stromnetz auch über die Region hinaus. Die Arbeiten an der 380-kV-Schaltanlage umfassen unter anderem die Errichtung einer neuen freiluftisolierten Schaltanlage, die Aufstellung von Phasenschiebertransformatoren sowie einer Kompensationsdrosselspule zur Blindleistungskompensation“, erläuterte Projektleiter Christopher Kunstmann.

Archäologische Funde aus der Bronzezeit

Die Grundstücke für die Erweiterung des Umspannwerks hatte Transnet bereits im vergangenen Jahr erworben. Erste Voruntersuchungen haben archäologische Funde zu Tage gebracht, die unter der Leitung des Landesamts für Denkmalpflege gesichert wurden. Zu den ältesten Funden gehören große, kegelförmige Gruben, die zur Bevorratung von Getreide genutzt wurden und aus der späten Bronzezeit stammen dürften. Darüber hinaus wurden Hinweise auf eine ländliche Siedlung aus dem zweiten bis ersten vorchristlichen Jahrhundert entdeckt. Eine Besiedlung durch die Römer konnte auf der Fläche ebenfalls nachgewiesen werden.

Mit der jetzt erteilten Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz will Transnet parallel zu den Ausgrabungen mit der Geländeregulierung beginnen. Im weiteren Verlauf ist die Erweiterung der 380-kV-Schaltanlage geplant. Zeitgleich soll die Einführung der Stromleitungen starten. Es soll mit teils mehrjährigen Freileitungsprovisorien gearbeitet werden, um einen sicheren Weiterbetrieb während der Bauphase zu gewährleisten. Nach dem aktuellem Zeitplan sollen die Arbeiten 2033 abgeschlossen sein.

Mittwoch, 20.07.2022, 11:50 Uhr
Gnter Drewnitzky
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So soll die neue Umspannanlage einmal aussehen, Visualisierung: Transnet BW
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Umspannwerk Pulverdingen wird aufgerüstet
Transnet BW hat die Genehmigung für den Neubau und die Erweiterung des Umspannwerks Pulverdingen erhalten. Dort sollen künftig auch Anlagen zur Netzstabilisierung Platz finden.
Um den Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden, soll das 380-kV-Umspannwerk im baden-württembergischen Pulverdingen (Landkreis Ludwigsburg) erneuert und auf 26 Schaltfelder erweitert werden. Außerdem wird es um zusätzliche Betriebsmittel ergänzt. Sie sind, wie der Übertragungsnetzbetreiber mitteilt, notwendig, weil im Zuge des Kernkraft- und Kohleausstiegs sukzessive konventionelle Kraftwerke vom Netz gehen. Die erbringen neben der Stromerzeugung auch weitere relevante Funktionen für das Stromnetz, die jetzt anderweitig kompensiert werden müssen.

„Mit der Erweiterung des Umspannwerks in Pulverdingen erhöhen wir die Übertragungskapazität und sorgen für ein stabiles Stromnetz auch über die Region hinaus. Die Arbeiten an der 380-kV-Schaltanlage umfassen unter anderem die Errichtung einer neuen freiluftisolierten Schaltanlage, die Aufstellung von Phasenschiebertransformatoren sowie einer Kompensationsdrosselspule zur Blindleistungskompensation“, erläuterte Projektleiter Christopher Kunstmann.

Archäologische Funde aus der Bronzezeit

Die Grundstücke für die Erweiterung des Umspannwerks hatte Transnet bereits im vergangenen Jahr erworben. Erste Voruntersuchungen haben archäologische Funde zu Tage gebracht, die unter der Leitung des Landesamts für Denkmalpflege gesichert wurden. Zu den ältesten Funden gehören große, kegelförmige Gruben, die zur Bevorratung von Getreide genutzt wurden und aus der späten Bronzezeit stammen dürften. Darüber hinaus wurden Hinweise auf eine ländliche Siedlung aus dem zweiten bis ersten vorchristlichen Jahrhundert entdeckt. Eine Besiedlung durch die Römer konnte auf der Fläche ebenfalls nachgewiesen werden.

Mit der jetzt erteilten Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz will Transnet parallel zu den Ausgrabungen mit der Geländeregulierung beginnen. Im weiteren Verlauf ist die Erweiterung der 380-kV-Schaltanlage geplant. Zeitgleich soll die Einführung der Stromleitungen starten. Es soll mit teils mehrjährigen Freileitungsprovisorien gearbeitet werden, um einen sicheren Weiterbetrieb während der Bauphase zu gewährleisten. Nach dem aktuellem Zeitplan sollen die Arbeiten 2033 abgeschlossen sein.

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