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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Umspannplattform von Windpark Arcadis Ost installiert
Quelle: Deutsche WindGuard
WINDKRAFT OFFSHORE:
Umspannplattform von Windpark Arcadis Ost installiert
Sie wiegt mehr 2.000 Tonnen und ist 30 Meter hoch: Binnen sechs Tagen ist es gelungen, die  Umspannplattform des Windparks Arcadis Ost in der Ostsee aufzustellen.
 
Die Betreibergesellschaft des 257-MW-Windparks Arcacis Ost 1, Parkwind, und „50Hertz“ haben die Umspannplattform für die Anlage, die sich gerade im Bau befindet, auf die Beine gestellt. Binnen sechs Tagen, nachdem das Monopile-Fundament verankert war, habe man es geschafft, die 2.380 Tonnen schwere und 30 Meter hohe Konstruktion zu installieren, teilte der Übertragungsnetzbetreiber mit und spricht von Rekordzeit.

Der Offshore-Windpark befindet sich rund 19 Kilometer östlich von Rügen. Das Umspannwerk soll den Strom aus 27 Windturbinen bündeln und auf ein Spannungsniveau von 220 Kilovolt bringen. Die Anlage wurde von Bladt Industries in Dänemark gefertigt. Die Vorfertigung erfolgte in Polen, Endmontage und Ausrüstung ab Mitte des Jahres 2021. Planung, Installation und Inbetriebnahme der Hoch-, Mittel- und Niederspannungsanlagen der Umspannplattform hatte Semco Maritime übernommen.

Stefan Kapferer, Chief Executive Officer von „50Hertz“, hat bereits die Inbetriebnahme des „europäischen Gemeinschaftsprojekts“ vor Augen: „Sobald unser Netzanbindungssystem Ostwind 2 in Betrieb geht, können mehr als eine halbe Million Haushalte mit Strom aus Erneuerbarer Offshore-Windenergie versorgt werden“, sagte er, nachdem die Installationsarbeiten auf dem Kranschiff abgeschlossen waren.

Arcadis Ost 1 soll im Jahr 2023 in Betrieb gehen. Die Verlegung des Kabelsystems für den Anschluss an das deutsche Höchstspannungsnetz war bereits im Herbst 2021 abgeschlossen worden. Hier soll in auch einnmal der geplante Windpark Baltic seinen Strom einspeisen. 

Fundamente für „ He Dreiht“

Der niedersächsische Windkraftanlagenbauer Steelwind Nordenham hat von EnBW den Auftrag erhalten, die Fundamente für den 900-MW-Nordsee-Windpark „He Dreiht“ zu liefern. Ein entsprechender Vertrag sei kürzlich unterzeichnet worden, teilte die Stahl-Holding-Saar (SHS) mit.

Es geht um 64 Monopiles mit einer Länge von jeweils etwa 70 Metern und einem Durchmesser von 9,2 Metern. Der Produktionsstart sei für August 2023 geplant, heißt es. „He Dreiht“ entsteht 85 Kilometer nördlich von Borkum und 110 km westlich von Helgoland. Baubeginn ist für das erste Halbjahr 2024 vorgehen. Im Jahr darauf soll der Windpark in Betrieb gehen.
 

Manfred Fischer
© 2022 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 16.06.2022, 14:49 Uhr

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