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Enerige & Management > Regulierung - ÜNB reichen Netzentwicklungspläne ein
Bild: Fotolia.com, Bertold Werkmann
REGULIERUNG:
ÜNB reichen Netzentwicklungspläne ein
Die Konsultationsphase für den Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) 2014 und des Offshore-Netztentwicklungsplans (Offshore-NEP) 2014 hat begonnen.
 
Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben am 16. April den ersten Entwurf der Netzentwicklungspläne für Projekte an Land und auf See bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Während der nun begonnen Konsultation können alle Interessierten bis zum 28. Mai Stellungnahmen zu den NEP abgeben. Rückmeldungen aus der Konsultation fließen in den zweiten Entwurf des NEP und des Offshore-NEP ein.

Neben der Erstellung der NEP haben die Übertragungsnetzbetreiber auch Sesivitivitätsanalysen ausgearbeitet. Diese Analysen liefern Hinweise darauf, ob und welche Auswirkungen auf den Netzausbaubedarf eine Deckelung von Ausbauzielen der Offshore-Windkraft und eine zeitweise Reduzierung der Einspeiseleistung (Einspeisemanagement) bei neuen Windenergieanlagen an Land haben. Diese Sensitivitätsberechnungen setzen auf dem Szenario A 2024 auf, das mit seinen Prognosen zu Erzeugung und Verbrauch den neuen EEG-Erzeugungszielen der Bundesregierung nahe kommt, teilten die ÜNB mit.

In ihren Plänen kommen die Netzgesellschaften zu dem Schluss, dass sowohl der Windkraftausbau als auch die sinkende Erzeugungsleistung in Süddeutschland den stärksten Einfluss auf den überregionalen Übertragungsbedarf in Nord-Süd-Richtung haben. Nach erster Einschätzung der Übertragungsnetzbetreiber ist damit bei Einhaltung der Rahmendaten aus dem aktuellen EEG-Kabinettsbeschluss keine signifikante Reduzierung im Netzausbaubedarf an Land zu erwarten. Die im Bundesbedarfsplangesetz ausgewiesenen Netzausbaumaßnahmen sind somit als geeigneter, robuster Kern des zukünftig benötigten Netzausbaus bestätigt. "Berechnungen, die eine Deckelung von Ausbauzielen der Offshore-Windkraft und eine zeitweise Reduzierung der Einspeiseleistung (Einspeisemanagement) bei neuen Windenergieanlagen an Land berücksichtigen, führen nicht zu einer signifikanten Reduzierung des Netzausbaubedarfs. So bleiben alle Gleichstromverbindungen notwendig. Aber trotzdem sind die Offshore-Deckelung und das Einspeisemanagement Stellschrauben für den Netzausbaubedarf. Nimmt man beide Einflussgrößen zusammen, würden einige Maßnahmen, die im Netzentwicklungsplan berechnet worden sind, 2024 noch nicht notwendig sein. Das heißt meiner Ansicht aber nicht, dass wir diese Projekte auch auf Dauer nicht brauchen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netzausbau gehen ja weiter", kommentierte TenneT-Geschäftsführer Martin Fuchs die NEP-Ergebnisse.

Die beiden NEP-Dokumente sowie die Sesivitivitätsanalysen können unter www.netzentwicklungsplan.de   abgerufen werden.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Mittwoch, 16.04.2014, 16:04 Uhr

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