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Enerige & Management > Wasserstoff - Thyssenkrupp installiert 200-MW-Elektrolyseur für Shell
Quelle: Shutterstock / Alexander Limbach
WASSERSTOFF:
Thyssenkrupp installiert 200-MW-Elektrolyseur für Shell
Für den Mineralölkonzern Shell wird der Essener Industriekonzern einen 200-MW-Elektrolyseur im Hafen von Rotterdam in den Niederlanden bauen. 
 
 
Im Rahmen des unterzeichneten Liefervertrags wird die Konzerntochter Thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers (UCE) eine 200-MW-Elektrolyse-Anlage auf Basis seines 20-MW-Großmoduls für die alkalische Wasserelektrolyse fertigen. Voraussichtlich im Frühjahr will UCE mit dem Bau der Elektrolyseur-Module starten. Die endgültige Investitionsentscheidung von Shell für den Bau steht momentan noch aus, wird aber in 2022 erwartet. Dies gibt UCE in einer Mitteilung vom 10. Januar 2022 bekannt.

Der Bau der Elektrolyseanlage findet im Rahmen des Großprojektes "Hydrogen Holland I" statt. Herzstück wird, wie Thyssenkrupp erklärt, eine mehr als drei Fußballfelder große Halle im Rotterdamer Hafen sein. Darin soll der Elektrolyseur untergebracht sein. Der grüne Strom für die alkalische Elektrolyse soll mit Herkunftsnachweisen aus dem 759-MW-Offshore-Windpark Hollandse Kust Noord kommen. Der Windpark gehört zum Windpark-Portfolio von Shell. Im Jahr 2000 war der Mineralölkonzern von Großbritannien aus ins Windgeschäft eingestiegen und verfügt derzeit eigenen Angaben zufolge über eine installierte Gesamtleistung von 6.000 MW. 

Über eine 40 Kilometer lange Pipeline soll der erzeugte Wasserstoff zum Energie- und Chemiepark Rotterdam zu Shell transportiert werden. Der Wahrung der Klimaneutralität soll laut Thyssenkrupp eine besondere Rolle zukommen: "Wo immer möglich werden wiederverwendbare Baumaterialien eingesetzt und die Außenwände des Werks werden mit Solarzellen ausgestattet", erklärt das Unternehmen. Zudem soll die Anlage nach ihrer Inbetriebnahme voraussichtlich im Jahr 2024 ausgewählten Besuchern zur Besichtigung offen stehen.
 

Davina Spohn
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Dienstag, 11.01.2022, 10:37 Uhr

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