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Enerige & Management > E-World - Telekom und GE im Doppelpack
Bild: Rainer Schimm
E-WORLD:
Telekom und GE im Doppelpack
Die Deutsche Telekom und der GE-Konzern wollen künftig gemeinsam für Netzbetreiber Smart Grid-Lösungen anbieten.
 
„Im ersten Schritt stehen bei uns vor allem die Verteilnetzbetreiber im Fokus“, sagte Cavin Pietzsch, zuständig bei GE Energy Management für die Länder Deutschland, Schweiz und Österreich auf der am 10. Februar in Essen begonnenen Fachmesse E-world. „Wir denken weniger an Kunden aus dem Industriesektor.“ Beide Unternehmen hatten nach eigenem Bekunden die Kooperation seit gut einem halben Jahr vorbereitet. „Die Energiewende ist nicht nur Flexibilisierung zu schaffen, wobei die Voraussetzung für die Flexibilisierung die Digitalisierung ist“, betonte Frank Schmidt, Leiter Konzerngeschäftsfeld Energie bei T-Systems. Beide Unternehmen wollen künftig den Verteilnetzbetreiber ein „Komplettpaket“ annieten, damit die Zeiten, „in denen das Niederspannungsnetz blind gewesen ist“, der Vergangenheit angehören. Unberührt von der neuen Zusammenarbeit bleibe für die Telekom die schon vereinbarte Kooperation mit dem Eon-Konzern.
 
Eher verhalten kommentierten Pietzsch und Schmidt das jüngst vom Bundeswirtschaftsministerium vorgestellte Verordnungspaket Intelligente Netze: „Dass Smart Meter bei Haushaltskunden erst ab einen Verbrauch von 6 000 Kilowattstunden im Jahr eingesetzt werden sollen, halten wir für vernünftig“, sagte GE-Mann Pietzsch, „der Wermutstropfen ist allerdings, dass sich der partielle Roll-out für die Smart Meter bis zum Jahr 2021 hinziehen soll.“ Die Industrie hätte sich einen größeren Impuls aus Berlin erhofft.
 
Nach Angaben beider Unternehmen gibt es bislang noch kein Pilotprojekt, bei dem beide Partner zusammen ihre Dienste anbieten. Wie sich Telekom und GE das Aufgabenpaket aufteilten, hänge immer vom einzelnen Kunden ab. „Wir hoffen schnell auf den ersten Auftrag“, so Pietzsch.
 

Ralf Köpke
© 2020 Energie & Management GmbH
Dienstag, 10.02.2015, 12:31 Uhr

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