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Enerige & Management > Stadtwerke - SW Meerbusch und Willich erhöhen Gasarbeitspreise ab Mai
Quelle: Fotolia / nmann77
STADTWERKE:
SW Meerbusch und Willich erhöhen Gasarbeitspreise ab Mai
Wegen der erhöhten Großmarktpreise müssen auch die Stadtwerke Meerbusch und Willich die Arbeitspreise für Gas erhöhen. Dies betreffe aber nur Kunden mit kurzfristigen Verträgen.
 
Wegen des Krieges Russlands gegen die Ukraine steigen die Erdgaspreise. Deswegen müssen auch die Stadtwerke Meerbusch und Willich ihre Tarife anpassen. Die beiden Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, westlich von Düsseldorf, haben eine gemeinsame Geschäftsführung. Wegen der Beschaffungssituation am Markt kündigte diese nun eine Preiserhöhung vom Gas-Arbeitspreis an.

Für Kunden der Stadtwerke Meerbusch steigt der Preis in der Grundversorgung ab dem 1. Mai dieses Jahres auf 16,55 Ct/kWh. Die rund 12 % der Kundinnen und Kunden, die von dieser Preisanpassung betroffen sind, erhalten im Laufe der nächsten Tage das schriftliche Angebot eines günstigeren Langzeitvertrags, kündigte die Geschäftsführung zugleich an.

Auch die Stadtwerke Willich müssen den Preis in der Grundversorgung ab dem 1. Mai dieses Jahres auf 16,46 Ct/kWh erhöhen. Dies betrifft etwa 13 % der Abnehmer. Geschäftsführer Tafil Pufja versprach: "Wir lassen unsere Kundinnen und Kunden aber nicht im Regen stehen, sondern schlagen ihnen den Wechsel in einen günstigeren Tarif vor." Die Kunden beider Stadtwerke bekämen ein Angebot für einen langfristigen Vertrag mit einer Laufzeit bis Ende 2023 und einer Preisgarantie.

Ein Großteil der Stadtwerke-Kunden in Willich und Meerbusch habe sich bereits für langfristige Erdgas-Verträge entschieden und sei daher von den Preisanpassungen zum 1. Mai nicht betroffen. "Natürlich werden wir die Situation an den Beschaffungsmärkten insgesamt kontinuierlich prüfen. Entspannt sie sich, werden wir die Preise auch wieder senken", sagte Pufja. Die Versorgung sei weiter gesichert und Haushalte genössen einen besonderen Schutz, erläuterte er weiter.

Im Versorgungsgebiet beider Stadtwerke finde aktuell die Umstellung von L-Gas auf H-Gas wie geplant weiter statt und sei aus technischen Gründen auch nicht zu stoppen, sagte der Geschäftsführer. Das aktuell noch in sechs Bundesländern fließende L-Gas stammt aus den Niederlanden. Da diese Vorkommen jedoch nahezu ausgeschöpft sind, haben die Energieversorger vor zwei Jahren damit begonnen, die technischen Umstellungen auf H-Gas zu planen. In Willich werde sie zum 31. Mai erfolgen, in Meerbusch zum 1. September abgeschlossen sein. Danach können die Geräte nur noch H-Gas verbrennen, das zur Hälfte aus Russland stammt.

Energie sparen vermeidet Kosten

Wenn die Verbraucherinnen und Verbraucher in allen deutschen Wohn- und Nichtwohngebäuden die Raumtemperatur um zwei Grad senken, so schätzt das Umweltbundesamt (UBA), ließen sich rund 10 % des russischen Erdgases einsparen. Da Russland derzeit der größte Gaslieferant für Deutschland ist, mit einem Anteil von 55 %, sei ein Lieferstopp aber nicht möglich, erläuterte Pufja abschließend.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Mittwoch, 16.03.2022, 11:45 Uhr

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